"Heute können wir happy sein, aber morgen wartet ein langes Rennen auf uns", erklärte Sebastian Vettel. Der Red Bull-Pilot holte zwar seine sechste Pole Position der Saison, aber darauf will er sich nicht ausruhen. "Die Pole Position darf man nie als Routine sehen. Wenn man es so sieht, dann geht es sofort in die andere Richtung", betonte der Deutsche. Deshalb hat er im Gegensatz zur Konkurrenz wie McLaren keinerlei Glückspiel gewagt.
"McLaren scheint eine andere Herangehensweise zu haben als wir. Aber jetzt lässt sich das Auto nicht mehr ändern. Für die Leute, die weiter hinten sind oder nicht um die Spitze mitfahren können, ist es sinnvoll ein Risiko einzugehen. Wenn es aufgeht, dann ist es gut. Wenn nicht, dann hat man nicht viel verloren. Für uns war es heute wichtig ganz vorne zu stehen und unser Potenzial auszunutzen", verriet Vettel.
Der Circuit Gilles Villeneuve zählt nicht zu den Paradestrecken von Red Bull und Vettel weiß, dass es morgen schwer sein könnte, vorne wegzuziehen. "Der Wind soll sich morgen drehen, das heißt wir haben starken Gegenwind. Dann gibt es auch noch zwei DRS-Zonen. Wenn man nicht wegziehen kann, dann kann man leicht unter Druck geraten. Zwar hatte ich zuletzt immer jemand im Nacken, aber mir wäre es lieber, wenn ich allein vorne fahren würde", sagte Vettel.
Hinzu kommt, dass die Wettervorhersagen zu 60 Prozent Regen vorhersagen. Laut Vettel ist Red Bull für alle Bedingungen gerüstet, dennoch wünscht er sich trockenes Wetter. "Es wird ein hartes Rennen, wenn es regnet. Montreal ist eine schwierige Strecke im Nassen. Die Mauern sind sehr nah, die Kerbs sind sehr rutschig und zusätzlich bekommt man die Reifen nur schwer zum Arbeiten. Die große Frage ist, wie viel Regen kommt und wann kommt der Regen", sagte Vettel.



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