Aufgrund der langen Geraden und den wenigen Highspeed-Kurven erwartet Jenson Button keinen Alleingang von Red Bull Racing in Montreal. Viel höher stünden die Chancen für einen weiteren McLaren-Sieg in dieser Saison. "Hier gibt es viele Geraden und unser DRS funktioniert sehr gut. Wir scheinen unser System an mehr Stellen nutzen zu können als andere", verriet Button.

Massiver Unterschied auf der Geraden

"Das Qualifying wird verdammt eng werden. Ich schätze, dass wir viel näher an Red Bull dran sind, aber wir müssen auch auf Ferrari und Mercedes aufpassen", fuhr er fort. Vor allem Mercedes GP traut er eine Überraschung auf dem Circuit Gilles Villeneuve zu. "DRS bringt Mercedes 20 km/h, während es anderen Teams nur 12 km/h bringt. Das ist ein massiver Unterschied auf dieser Strecke - es könnte sein, dass Mercedes unser härtester Konkurrent wird", erklärte Button.

Hauptgegner in der WM bleibt allerdings Red Bull Racing. Doch während die Rennpace bei McLaren stimmt, beinhaltet das Qualifying weiterhin eine Unsicherheit. "Unsere Rennpace scheint so gut wie die von Red Bull zu sein und dass es hier zwei DRS-Zonen gibt, macht die Sache noch interessanter. Auch wenn wir nicht die Pole Position holen, können wir um den Sieg mitkämpfen", sagte der McLaren-Pilot. Hinzu kommt, dass sich Button mit jedem Rennen wohler im MP4-26 fühlt.

"Es hat sich sehr viel am Heck des Autos verändert, was den Diffusor und den Frontflügel angeht. Generell haben sich viele Bereiche verändert und in Monaco fühlte sich das Auto so gut wie noch nie an", erzählte der Brite. Speziell die Stabilität im Heck komme seinem Fahrstil entgegen. "Dadurch kann man mit mehr Speed in die Kurve einstechen. Unser Auto hat sowohl gute als auch schlechte Seiten. Als ich in Monaco mit Sebastian und Fernando kämpfte, konnte ich sehen, in welchen Bereichen wir noch Schwachstellen haben - das war gut", verriet Button.