Erst Anfang der Woche wurde bekannt, dass Ferrari personelle Veränderungen vollzogen hat. Besonders die Zurückversetzung des Technischen Direktors Aldo Costa war ein Schritt, der, laut Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali, für das zukünftige Auto unumgänglich war. "Wenn du über die zukünftige Entwicklung des Autos und die Zukunft der Organisation sprechen willst, ist das ein Prozess, der sehr viel Zeit benötigt", erklärte er die Entscheidung.
Arbeitsmethodik verändern
Allerdings kann man nun auch keine Wunder von der Scuderia erwarten, wenngleich Fernando Alonso am Donnerstag in Monaco die schnellsten Zeiten setzte. "Man kann nicht erwarten, dass so etwas binnen zwei Tagen eine Wirkung zeigt", machte Domenicali während des Medien-Briefings in Monaco deutlich. "Die ganze Arbeitsmethodik muss geändert und verbessert werden – das ist das Ziel. Anderenfalls veränderst du dich nicht."
Nun soll mit einem anderen Konzept und anderen Prioritäten an der Entwicklung des Ferraris gearbeitet werden. Die Entscheidung der Umstrukturierung sei nicht nach Spanien gefallen, sondern sei ein längerer Prozess gewesen. Doch es viel nicht leicht. "Es war aus emotionaler Sicht eine sehr schwierige Entscheidung", gab Domenicali in Bezug auf Costa offen zu. "Man kann sich vorstellen, wenn man mit einer Person für viele, viele Jahre zusammenarbeitet, wächst man zusammen und es ist nicht leicht."
Je früher, desto besser
Allerdings musste der Teamchef im Sinne von Ferrari handeln, denn bereits jetzt muss an die Zukunft gedacht werden. "Wenn du effektiv sein willst, musst du es so früh wie möglich tun, andernfalls hat es keine Auswirkungen auf die folgende Saison", machte der Italiener klar.
Kontinuierliche Weiterentwicklung
Letzten Endes sei eine starke Struktur im Team entscheidend und man sei nicht unmittelbar im Begriff im technischen Bereich aufzurüsten. Aber ausschließen wollte Domenicali einen Neuzugang nicht: "Sicher, wir schauen uns um, wie jeder es tut, um uns in verschiedenen Bereichen zu verstärken, weil das Teil der kontinuierlichen Weiterentwicklung ist, die wir erzielen müssen."

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