"Who KERS?", nahm Sebastian Vettel die KERS-Probleme seines Teams zu Beginn der Saison gerne auf die Schippe. Wen kümmert's? Mittlerweile ihn selbst. Nach den neuerlichen Problemen mit dem Energierück-Gewinnungssystem in Barcelona sagte Vettel in Monaco: "Es ist nicht angenehm, wenn man per Funk Bescheid bekommt, dass KERS nicht mehr funktioniert."
Aber was genau ist das Problem am Red Bull KERS? Technikchef Adrian Newey bezeichnet das System als kompliziert. Schon in der ersten KERS-Ära 2009 verzichtete Newey auf die Zusatz-PS - damals war das noch möglich, heute rückt ihm McLaren im Rennen verdammt nah auf die Pelle.
Kompliziertes Paket
Der Grund liegt mal wieder im kompakten Paket, das Newey schnürte. Dabei überarbeitete Red Bull das Renault Marelli KERS von 2009, um es dem aktuellen Auto und den eigenen Bedürfen anzupassen. Das soll vor allem bei der Kühlung zu Problemen führen.
"Es ist nicht einfach, die Probleme komplett auszuschalten", gibt Newey zu. KERS sei eben nicht das Spezialgebiet von Red Bull. Seine Mannschaft bestehe aus Aerodynamikern und Chassisbauern. "Die [KERS-]Abteilung ist ziemlich klein und wahrscheinlich zu klein." Somit sei es schwierig, auf solch ein Problem zu reagieren. Noch hat Red Bull den Preis dafür nicht bezahlt. Sollten sie die Probleme aber nicht bald in den Griff bekommen, könnte es sich am Jahresende rächen.



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