Ungewöhnlich lange sollen die Köpfe von Colin Kolles und Charlie Whiting am Sonntag in Barcelona zusammen gesteckt sein. Der HRT-Teamchef hatte bereits im Vorfeld einen Protest gegen die Teams angekündigt, die mit dem angeblasenen Diffusor an den Start gehen. Dieser Protest blieb in Barcelona aus, doch in Monaco will Colles seine Drohung wahrmachen, sollte die Situation bis dahin nicht gelöst sein.

"Der einzige Grund, warum wir heute nicht protestiert haben, war, weil wir nicht in das sportliche Geschehen involviert waren. Aber Fakt ist, dass die anderen Autos illegal sind", stellte der HRT-Teamchef gegenüber der BBC klar. HRT steht in Sachen angeblasener Diffusor auf der Seite von Charlie Whiting, der das System nur noch eingeschränkt erlauben will. "Wir sind nicht die Einzigen, die Charlies Meinung teilen. Wenn die Sache bis Monaco nicht geregelt ist, dann werden wir Protest einlegen", verriet Kolles.

Das Team habe sich in den letzten Tagen einschlägig mit dem Reglement befasst und festgestellt, dass der angeblasene Diffusor nicht regelkonform sei. "Man darf die Aerodynamik nicht mit Abgas-Strömen beeinflussen und man darf die Aerodynamik nicht mit beweglichen Teilen wie Gaspedal, beweglichen Geräten am Motor oder anderen Dingen beeinflussen. Deshalb ist das System illegal und bringt den anderen Teams einen enormen Vorteil", so Kolles.