Vor kurzem beteuerte Lewis Hamilton noch, dass die Pirellis seinem Fahrstil nicht entgegenkommen, weil er gerne angreift und aggressiv ist. Anscheinend hat er diese Einstellung aber mittlerweile schon ein wenig geändert, denn in Shanghai beteuerte er, seine Leistung in Q3 für das Rennen geopfert zu haben, um so die Reifen zu schonen - das bedeutete, er fuhr nur einen Run auf weichen Gummis. In Malaysia hatte er im Zeittraining zu viele Reifen verschlissen, das war ihm im Rennen auf den Kopf gefallen.

"Wir sind in einer guten [Reifen] Position: die weichen, mit denen ich mich gerade qualifiziert habe, ein neuer Satz weiche, ein neuer Satz harte und ein ordentlicher Satz weiche dazu", berichtete Hamilton. Er meinte, er wollte seine Chancen für das Rennen verbessern, immerhin zähle es dann erst richtig. "Die Strategen sagen, es sei recht einfach, aber das Rennen ist nie einfach. Man hat den Start, die ganzen Stopps, die man machen will und muss auf die Reifen schauen. Es wird morgen wieder schwierig, ich will mich aber in eine gute Position bringen."

Und in dieser guten Position sah er sich auch, was er im Vergleich zu Malaysia schon als Steigerung ansah. Deswegen war der Rückstand von 0,7 Sekunden auf Sebastian Vettel für ihn auch nicht so schlimm, er sah weiter gute Fortschritte bei McLaren. "Wir geben unser Bestes, um aufzuholen und es ist ermutigend, dass wir bei den ersten beiden Rennen in der zweiten oder dritten Startreihe waren, wenn man bedenkt, wo wir bei den Tests herumfuhren. Es ist klar, dass Red Bull seit 2009 ein unglaublich schnelles Auto hat und das Team und Sebastian haben einen tollen Job gemacht. Wir geben alles, damit wir die Lücke schließen." Nach Hamiltons Meinung kann das aber noch ein paar Rennen dauern.