Timo Glocks Horror-Vorstellungen vor dem China GP könnten Realität werden. Der Virgin-Pilot hatte befürchtet, dass HRT am eigenen Team vorbei ziehen könnte. "Mir graut es schon davor", winkte Glock ab. Beim 2. Freien Training in Shanghai war es dann soweit: Das HRT-Duo lag in der Zeitentabelle vor Glock und seinem Teamkollegen Jerome d'Ambrosio. Schlimmer noch: Glock schaffte es mit seiner Zeit - sieben Sekunden langsamer als Sebastian Vettel - nicht einmal, die 107-Prozent-Hürde zu knacken.
Virgin muss nun ernsthaft um die Teilnahme am dritten Rennen der Saison bangen. Glock hatte beim 1. Freien Training ein Problem am Heckbereich seines MVR-02, im zweiten Segment kam auch noch ein Motor-Problem hinzu. Mehr als zwölf Runden auf dem Shanghai International Circuit waren nicht drin. Trotzdem war Glock einigermaßen optimistisch für den weiteren Verlauf des Wochenendes. "Wir sollten relativ sicher - wie schon in Australien und Malaysia - am Samstag einigermaßen gut dastehen. Für unsere Verhältnisse", so der Deutsche im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com.
John Booth wird wohl versuchen, den verpatzten Freitag schnellstmöglich abzuhaken. "Zu sagen, dass wir nicht den geradlinigsten Tag hatten, wäre eine Untertreibung", ärgerte sich der Virgin-Teamchef. Glocks schwache Zeit hätte laut Booth aus dem Umstand resultiert, dass er keine Runden auf dem weichen Reifen drehen konnte. Jerome d'Ambrosios Bolide habe einen schweren Schaden am Unterboden erlitten, bis dahin sei es für den F1-Rookie allerdings positiv gelaufen.
"Hoffentlich haben wir heute all unser Pech aufgebraucht und können morgen zeigen, wo wir wirklich stehen", hoffte Booth. Am glücklichsten in der Virgin-Truppe schien d'Ambrosio. "Ich bin mit meiner Performance heute zufrieden. Deshalb ist es schade, dass uns die Probleme davon abgehalten haben, uns weiter zu verbessern", betonte der Belgier.



diese Formel 1 Nachricht