Mit Vitaly Petrov stand am Sonntag in Melbourne ein Fahrer auf dem Podest, den man dort nicht unbedingt erwartet hatte. Damit hatte der Russe aber gezeigt, dass der Renault wirklich was kann und dass er selbst auch dazugelernt hat. "Ich freue mich, hier mit diesen Jungs [Sebastian Vettel und Lewis Hamilton] auf dem Podest zu sein. Das ganze Wochenende war ziemlich gut, aber wir wussten nicht, wo wir standen. Wir kamen mit neuen Teilen her und ab dem Training am Freitag sah das Auto gut aus, das Qualifying war nicht so schlecht", sagte Petrov.

Danach galt die ganze Konzentration dem Rennen und dort lief es genau nach Plan. "Wir müssen heute stolz auf unsere Platzierung sein", strahlte der Russe. Auf dem Weg zu Platz drei geholfen hatte ihm ein guter Start, bei dem er sich auf dem Weg in Kurve eins gegen Fernando Alonso und Jenson Button behaupten musste. "Der Start war nicht so schlecht und ich habe versucht, Fernando anzugreifen. Dann sah ich Jenson Button vor mir, also warum früher bremsen? Ich streichelte die Bremse und versuchte, sie beide zu überholen, was toll war", erzählte er.

Mit dem starken Saisonauftakt hat Petrov auch seine Rolle innerhalb des Teams gestärkt. Als sich Robert Kubica verletzt hatte, holte der Rennstall Nick Heidfeld, um einen erfahrenen Piloten zu haben, der das Team führen kann, nun sah sich Petrov aber so weit, selbst der Anführer zu sein. Als er gefragt wurde, ob er das Team führen könnte, sagte er: "Ich denke, ich muss da gar nichts antworten, ihr könnt es auch sehen. Aber ja."