Auch wenn Kamui Kobayashi im zweiten Training etwas unglücklich über die Balance seines C30-Ferrari war, zeigte man sich bei Sauber insgesamt zufrieden mit dem ersten Trainingstag im Albert Park. Besonders Rookie Sergio Perez kam am Freitag gut zurecht. "Ich freue mich darüber, wie mein erster Tag lief. Vor allem das zweite Training war wirklich gut. Ich hatte keine Schwierigkeiten, mich an die Strecke zu gewöhnen und habe mich schnell wohl gefühlt", erklärte der Mexikaner nach der Sitzung.

Nach Platz 17 am Vormittag, reichte es im zweiten Training schon zu Rang acht. "Bei der Fahrzeugabstimmung sind wir auf dem richtigen Weg, müssen aber für morgen noch ein paar Verbesserungen finden. Ich freue mich sehr auf morgen, denn das Qualifying ist jetzt erst einmal das, was zählt", konnte es Perez kaum erwarten wieder hinter das Steuer zu kommen. Etwas gedämpfter, aber immer noch positiv war die Stimmung bei seinem Teamkollegen Kamui Kobayashi. "Ich denke, das Auto ist insgesamt nicht schlecht, und wir haben heute viel gelernt", erklärte der Japaner nach dem Training.

Der Sauber-Pilot legte am Freitag insgesamt 48 Runden zurück. "Es ist wichtig zu verstehen, wie man mit den Reifen am besten umgehen muss, insbesondere angesichts der geringen Asphalttemperaturen. Im ersten Training bin ich mit einem Satz Reifen viele Runden am Stück gefahren. Im zweiten Training hatten wir nicht genug Zeit, damit sich das Griplevel der Reifen optimal entwickeln konnte, weil wir ein ziemlich gedrängtes Testprogramm hatten", erklärte Kobayashi den Tag und fügte hinzu: "Jetzt schauen wir, wie wir die Balance des Autos für morgen noch verbessern können."

Der Technische Direktor des Teams, James Key war ebenso zufrieden mit den ersten Eindrücken aus Melbourne: "Die überraschend kühle und feuchte Witterung in beiden Trainings heute hat uns nicht davon abgehalten, unser geplantes Programm zu fahren. Trotz der geringen Asphalttemperaturen waren die Reifen etwas einfacher zu handhaben als in den Wintertests", lobte der Sauber-Mann. "Wir hatten ein normales Programm für beide Fahrer mit Abstimmungsarbeit und Reifentests. Kamui war im zweiten Training unzufrieden mit der Balance des Autos. Sergio war diesbezüglich etwas zufriedener", so Key.