2010 hat Fernando Alonso den schon sicher geglaubten Titel in Abu Dhabi nur ganz knapp verloren. Die Frustration dieser schmerzlichen Niederlage könnte ihm laut Martin Brundle nun aber auch zu neuem Ansporn verhelfen und ihn als ganz starken Titelkandidaten für die neue Saison auftreten lassen. "Ich denke Alonso wird 2011 einfach gewaltig angreifen. Er ist massiv frustriert, weil er der Titel doch noch verpasst hat - erst einen bei McLaren und nun hier nochmals bei Ferrari", erklärte Brundle in Anspielung auf Alonsos knappe Niederlage gegen Kimi Räikkönen 2007. "Ich denke er wird aus vollen Rohren feuern und alles geben", meinte der Brite gegenüber der BBC.
Schwere Zeiten prophezeite Brundle daher auch Alonsos Teamkollegen Felipe Massa. Seit seinem schweren Unfall in Ungarn 2009 habe der Brasilianer an Stärke eingebüßt. "Ich denke nicht, dass Felipe noch so gut ist, wie er es einmal war. Aber viel entscheidender war ohnehin, dass Alonso ins Team kam. Er hat einfach sehr beeindruckend angegriffen", stellte der Ex-Jordan-Pilot fest.
Die Favoriten für die neue Saison waren für den Briten damit eindeutig. "Abwarten wie McLaren und Mercedes ihre Autos noch entwickeln, denn sie müssen ja eigentlich nur eine Kleinigkeit finden. Aber die Tests lassen natürlich schon erwarten, dass es letztendlich Red Bull gegen Ferrari heißen wird", stellt Brundle klar. Unter den Fahrern traute er neben den fünf Weltmeistern im Feld lediglich Mark Webber zu, erneut um den Titel zu kämpfen.
Webbers Teamkollegen und Titelverteidiger Sebastian Vettel bescheinigte er, eine anstrengende Saison vor sich zu haben. "Es wird hart. Aber dafür wird er selbst nun auch viel entspannter sein", meinte der Brite über den Red-Bull-Piloten. "Diese verrückten Manöver und die ganze Frustration und Aggressivität sollten nun gezügelt sein", sagte er im Bezug auf die Veränderungen durch den Titelgewinn 2010. "Ich denke Vettel wird dadurch nun ein besserer Fahrer sein", so Brundle überzeugt.

diese Formel 1 Nachricht