Die Arbeiten am Design der Autos für 2011 sind mittlerweile in ihrer finalen Phase angelangt und es lässt sich bereits vieles erkennen. So auch für Rubens Barrichello, der sich begeistert davon zeigt, wie aggressiv der Williams für 2011 angelegt worden ist. "Ich fühle mich gut. Ich habe das Gefühl, das Team macht einen guten Job bei den Dingen für nächstes Jahr. Es ist ein aggressiver Stil - der Zugang zum Auto für nächstes Jahr scheint sehr aggressiv zu sein, was gut ist. Ich bin dabei, ich mag das", erklärte der Brasilianer.

Ob der nächstjährige Williams damit auch automatisch weiter vorne sein wird, konnte und wollte Barrichello aber noch nicht sagen. Er betonte, dass wohl jedes Team momentan behaupten würde, es hätte ein potentielles Siegerauto in der Entwicklung. "Aktuell ist wohl alles ein wenig auf der Fantasie-Seite. Einige werden besser sein, andere sogar noch besser. Aber unser Auto scheint im Windkanal ganz gut zu sein. Wir müssen einfach nur auf dem Boden bleiben und daran arbeiten", sagte er.

Dass Williams zulegen kann, hat Barrichello aber schon 2010 gesehen. Denn er meinte, auch wenn es nur Konstrukteurs-Rang sechs gab, so seien die Verbesserungen während des Jahres besser gewesen als es die Resultate zeigten. Die Wende war nach Barrichellos Ansicht in Istanbul, als man das ursprüngliche Problem fand. "Es gab eine Änderung der Charakteristik des Abtriebs, der auf das Auto kam, also mussten wir dafür den Windkanal ändern und es wurde besser. Danach ging es ständig aufwärts - bang, bang, bang. Auch wenn die Ergebnisse das ganze Jahr mäßig waren, hat das Team viel geschafft und sich entwickelt. Wir haben auf neuen Reifen im Qualifying vielleicht etwas zu gut ausgesehen, hatten aber dennoch ordentliche Rennen."