"Man sollte in der Formel 1 niemals auf etwas wetten. Es ist zu unvorhersehbar, deshalb würde ich auch kein Geld in Sachen Motorenreglement 2013 setzen", erklärte Martin Whitmarsh. Aktuell wird abseits der Weltmeisterschaft an einem neuen Reglement für die Saison 2013 gearbeitet, die auch einen neuen Turbo-Motor beinhalten soll. Angesprochen auf die Fortschritte bei den bisherigen Meetings erklärte Stefano Domenicali. "Es läuft gut, wir diskutieren immer noch."
Der Ferrari-Teamchef sieht die Entscheidungsgewalt aber nicht bei den Teams, sondern bei den Herstellern und der FIA. "Sie müssen herausfinden, was der beste Kompromiss in Sachen Technologie und Kosten ist. Man muss dabei nichts überstürzen, denn das Reglement ist erst für 2013", so Domenicali. Für Whitmarsh ist wichtig, dass der gefundene Kompromiss auch attraktiv und durchführbar für unabhängige Hersteller wie Cosworth ist. Dieser Balanceakt sei sehr schwierig, da es zahlreiche Optionen gäbe.
"Wenn wir zu einer Entscheidung kommen, die aktuelle oder neue Hersteller abschreckt oder nicht durchführbar für Firmen wie Cosworth ist, dann haben wir uns damit ins eigene Knie geschossen", betonte der Brite. Entscheidend sei, dass der neue Motor relevant für alle und gut für die Show ist. "Wir dürfen nichts falsch machen und deshalb gibt es momentan soviele Diskussionen", meinte Whitmarsh und fügte hinzu: "Statt jetzt darüber zu spekulieren, sollten wir uns erst hinter verschlossenen Türen einigen und die Entscheidung danach öffentlich bekannt geben."



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