Korea ist für alle Teams neu, dennoch wird Korea wohl nicht dazu beitragen, dass die HRT-Mannschaft dort große Sprünge nach vorne macht. Während die anderen Teams Simulatoren haben, um sich vorzubereiten, fehlt dem spanischen Team so eine Hilfsmaßnahme. Dennoch versucht der Rennstall, Optimismus zu versprühen. "Jeder im Paddock freut sich auf Korea. Die Strecke wurde nur kurz vor dem Beginn des Events fertiggestellt, also kann man sagen, sie ist brandneu", sagt Teamchef Colin Kolles. Er hofft darauf, dass nach der doppelten Zielankunft in Japan ähnliches erreicht wird.

Die Motivation bei den Fahrern scheint jedenfalls zu stimmen. So konnte Sakon Yamamoto in Japan sein bestes Ergebnis vor Heimpublikum einfahren, wobei ihm allerdings das ausfallsreiche Rennen half. "Ich freue mich darauf, auf dem Korea International Circuit zu fahren und es wird sehr aufregend, da von uns noch niemand je auf dieser völlig neuen Strecke gefahren ist", meint er. Aufgrund des Wechsels zwischen schnellen und langsamen Kurven wird für ihn die Setup-Arbeit besonders wichtig. "Wir müssen die Besonderheiten des Kurses sehr schnell lernen, um das Meiste aus dem Auto zu holen."

Auch Bruno Senna erwartet eine Herausforderung und verspricht sich eine interessante Erfahrung. Die Strecke selbst erachtet er als durchaus knifflig. "Es ist ein Mix aus einem Sektor mit langsamen Kurven und langen Geraden und einem weiteren mit Richtungsänderungen in mittelschnellen Kurven. Man braucht ein Auto mit guter Bremsstabilität und guter Traktion", sagt Senna. Der Brasilianer hofft zwar darauf, dass sich die Chancen aufgrund des fehlenden Streckenwissens für alle Teams ausgleichen werden, allerdings hat er daran auch seine Zweifel.