Im am Sonntagmorgen nachgeholten Qualifying zum Großen Preis von Japan waren beide Sauber-Fahrer dicht dran an einem Platz unter den ersten Zehn. "Es lastete viel Druck auf allen Beteiligten, direkt rauszufahren und sich zu qualifizieren. Wir schickten beide Autos auf harten Reifen für vier fliegende Runden raus, um den Piloten ein Gefühl zu geben. Beide Fahrer gaben positives Feedback. Wir sind dann auf den Prime-Reifen geblieben und schafften recht problemlos den Einzug ins Q2. Unser Ziel war dann der Schritt ins Q3, und es war sehr eng", erzählte Technikdirektor James Key.
Doch Nick Heidfelds Zeit wurde in letzter Sekunde unterboten, und er musste sich mit Platz elf begnügen. Auch Kamui Kobayashi hatte sich auf seiner letzten fliegenden Runde deutlich gesteigert, ehe ein Fehler in der letzten Kurve die Rundenzeit ruinierte. Seine zuvor erzielte Zeit von 1.32,427 Minuten bedeutet Platz 14. "Bis zur letzten Kurve war meine letzte Runde gut genug für Q3, aber dann habe ich einen Fehler gemacht, der mir leid tut. Mein Auto war gut, die Balance und die Abstimmung passten für mich, obwohl ich hier ja noch immer nicht viel gefahren bin. Ich genieße jede einzelne Runde, es ist großartig, vor heimischem Publikum zu fahren", so der Japaner.
"Es ist ein wenig frustrierend, weil für uns heute der Einzug ins Q3 möglich war, aber gleichzeitig möchte ich allen Teammitgliedern dafür danken, dass es uns gelungen ist, die Schwachstellen vom Freitag auszumerzen", sagte Key. Die Reifenstrategie für das Rennen sei keine einfache Sache, weil sich das Grip-Niveau der Strecke stark verändert habe. "Nach dem vielen Regen beginnt der Belag praktisch erst heute, Gummi anzunehmen. Wir müssen sehen, was wir nachher im Rennen erreichen können, natürlich wäre es großartig für das Team und für mich, hier Punkte zu holen", sagte Kobayashi.

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