"Es war kein einfaches Qualifying", gestand Sebastian Vettel. Starker Regen verhinderte die Austragung des Qualifyings, welches am Sonntagvormittag nachgeholt werden musste. Zwar sahen die Wettervorhersagen auch für Sonntag Regen vor, doch die Strecke präsentierte sich um 10 Uhr Ortszeit trocken. "Nach gestern wussten wir nicht, was wir heute erwarten konnten, aber die Strecke war Gott sei Dank trocken. Wir haben das Maximum ausgeschöpft", erklärte Vettel.

"Die letzten Rennen waren schwierig für uns, aber wir konnten die Performance des Autos verbessern und kamen mit Selbstvertrauen an die Strecke. Der Kurs liegt uns, speziell der erste Sektor ist sehr schnell und es gibt nicht viele Geraden. Alles in allem ist es ein toller Start in den Tag", fuhr er fort. Der Red Bull-Pilot geht zum achten Mal in dieser Saison von der Pole Position ins Rennen und will wie 2009 in Suzuka siegen.

"Sektor eins ist eine Folge von sehr schnellen Kurven - das zeichnet Vettel aus. Da war er immer schon top", verriet Red Bull-Berater Helmut Marko. "Das Auto funktioniert gut. Wir waren am Freitag im Trockenen schon gut unterwegs und auch die Longruns waren im Freien Training gut. Auch im Qualifying hat alles gepasst - Q1, Q2 und Q3. In Q2 hatte ich zwischendurch Probleme mit der Balance des Autos, aber in Q3 war ich wieder happy damit", erzählte der Deutsche gegenüber RTL.

Die Doppelbelastung - in knapp vier Stunden geht das Rennen über die Bühne - macht Vettel keine Sorgen. "Ich habe geschaut, dass ich genug Schlaf bekomme und erholt bin, damit ich den Tag gut überstehe. Ich fühle mich fit und bereit. Das Briefing wird kürzer sein, denn unser Blick ist ganz auf das Rennen gerichtet", so Vettel. Einen Blick hat man dabei auch auf Jenson Button auf P5 gerichtet.

Der McLaren-Pilot geht mit den harten Reifen ins Rennen. "Es kann sein, dass Button mit seiner Reifenstrategie gefährlich für uns wird, denn seine Zeiten mit den harten Reifen waren erstaunlich. Aber wir haben Kubica als Dämpfer dazwischen", weiß Marko. "Wir müssen alle Eventualitäten einplanen, aber im Moment läuft es gut. Vettel und Webber fuhren noch nicht ganz am Optimum, ein oder zwei Zehntel sind noch drin."