Seit mehreren Tagen sorgt Porsche mit seinen Bestrebungen um einen Einstieg in die Formel 1 für Aufsehen. Nun hat sich auch Bernie Ecclestone zu dem Thema zu Wort gemeldet und zeigte sich hocherfreut über die Aussicht einer Rückkehr der Traditionsmarke. "Das klingt absolut super. Porsche in der Formel 1 wäre großartig. Ich würde alle Hebel in Bewegung setzen. Was immer ich dafür tun kann, werde ich tun", erklärte der Formel-1-Boss gegenüber der Bild.

Momentan wird innerhalb des Volkswagen-Konzerns das weitere Vorgehen überprüft. Porsche-Chef Matthias Müller hatte beim Pariser Autosalon jedenfalls erklärt, es sei nicht lustig, wenn die VW-Marken Porsche und Audi in Le Mans gegeneinander führen, weswegen es sinnvoller wäre, wenn eine Marke in Le Mans und die andere in der Formel 1 starte. "Wir beobachten und untersuchen ständig die Rahmen-Bedingungen für ein Top-Engagement im Spitzensport", sagte Müller der Bild. Die Formel 1 zählt er dabei zu den öffentlickeitswirksamsten Disziplinen.

Porsche hatte bis 1962 ein Rennteam in der Formel 1, später liefert man noch Motoren, bis man sich 1991 ganz zurückzog. Mercedes-Sportchef Norbert Haug hätte nichts gegen ein Comeback: "Keine Ahnung, ob Porsche den Einstieg plant. Falls ja, herzlichen Glückwunsch und viel Energie. Falls nein - schade." Wenn Porsche kommt, dann 2013, wenn das neue Motorenreglement kommt. Allerdings würde man nur dann einsteigen wollen, wenn es einen Weltmotor gibt. Die Kosten für den Einstieg, mitsamt Motoren-Entwicklung, Personal, Fabrik, Maschinen und Fahrern beziffert die Bild mit bis zu 300 Millionen Euro. Allerdings ließ Porsche bereits wissen, dass die Finanzen kein Problem wären.