Nur zwei Zehntel trennten Robert Kubica von der Bestzeit von Fernando Alonso. Der Renault-Pilot fuhr ungeachtet der wechselhaften Bedingungen im Freien Training auf Platz vier. "Wir befinden uns in einer guten Position. Wir sind sehr zufrieden wie der heutige Tag verlaufen ist. Der Abstand ist sehr gering, aber man muss immer vorsichtig sein, denn heute ist erst Freitag. Alle fahren verschiedene Programme, aber alles in allem kann man eine Verbesserung in unserer Performance sehen", erklärte der Pole.

Die Verbesserung hat Renault vor allem dem F-Kanal zu verdanken, mit dem das Team in Spa-Francorchamps erstmals fährt. Das erste Freie Training nutzte Renault, um mehr Erfahrung und Informationen über das System zu sammeln. "Alles lief wie erwartet. Wir hatten keinerlei Probleme mit dem System und werden auch das restliche Wochenende damit fahren", verriet Kubica. "Ich weiß nicht, ob wir 100 Prozent aus dem F-Kanal herausholen, aber er hat die Ergebnisse gebracht, die wir von den Tests im Windkanal erwartet hatten."

Keine Präferenzen

Allerdings gestand der Pole, dass er sich noch nicht ganz an das System gewöhnt hat. "Man ist es gewohnt die Kurve einfach so zu fahren. Jetzt muss ich mich daran erinnern, dass ich das Loch vor der Kurve verschließe. Das ist jetzt nicht schwer, aber man muss sich erst daran gewöhnen", erzählte der Renault-Pilot. Wegen des F-Kanals wäre er im Freien Training gern mehr Runden im Trockenen gefahren, doch der Wettergott spielte nicht mit.

"Wir wären natürlich heute gern mehr Runden im Trockenen gefahren, aber das Problem ist für alle gleich", so Kubica. Für das restliche Wochenende hat der Pole keine Präferenzen in Sachen Wetter. "Wir sind in allen Bedingungen konkurrenzfähig, aber trocken ist die sichere Variante und für uns wäre es interessant zu sehen wie unser F-Kanal unter normalen Bedingungen funktioniert und wie groß der Abstand zu den Top-Teams ist", erklärte Kubica.