Keine technischen Probleme und beide Autos im Ziel, aber diesmal trotzdem keine Punkte: Kamui Kobayashi belegte beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim Platz elf. "Ich bin nicht wirklich zufrieden mit dem heutigen Rennen. Mit beiden Reifensätzen hatte ich zu wenig Grip, und sie haben recht früh angefangen, abzubauen. Im Qualifying war die Balance des Autos definitiv besser als heute. Wie auch immer: Ich hatte einen guten Start und konnte zwei Positionen gewinnen. Die Mannschaft hat mich beim Boxenstopp gut abgefertigt", erzählte der Japaner.
Dann versuchte er Michael Schumacher anzugreifen, der von einem Nachzügler aufgehalten wurde. "Aber letztlich lief es auf einen Kampf auf der Geraden hinaus, und das ist nicht gerade die Stärke unseres Autos", betonte Kobayashi. Später habe er noch versucht, Renault-Pilot Vitaly Petrov zu attackieren, aber das habe auch nicht funktioniert." Teamkollege Pedro de la Rosa hatte mit den Reifen zu kämpfen.
Nachzügler waren ein Problem
"Mit den harten Reifen waren die ersten Runden des Rennens sehr schwierig für mich. Ich fuhr wie auf Eis. Mein Rennen begann im Grunde erst nach 20 oder 25 Runden, als die Reifen richtig auf Temperatur waren und Grip hatten. Dann wurde das Auto immer leichter und damit immer besser", verriet der Sauber-Pilot. Das Ende des Rennens verlief allerdings enttäuschend für ihn. Nach seinem späten Boxenstopp hatte er frische Reifen und wollte kämpfen.
Nachdem ich Nico Hülkenberg überholt hatte, waren Rubens Barrichello und Kamui die nächsten vor mir. Aber ich muss sagen, heute waren die Nachzügler das ganze Rennen über ein Problem - und schließlich bin ich mit einem kollidiert. Er hatte die Tür für Rubens aufgemacht und ist dann einfach sofort wieder auf die Ideallinie gefahren", klagte De la Rosa. "Es ist schade, dass es heute nicht mit Punkten geklappt hat, aber am kommenden Sonntag haben wir ja schon Gelegenheit, es besser zu machen", resümierte Technikdirektor James Key.

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