Bist Du zufrieden mit deinem Qualifying?
Bruno Senna: Ja, schon, ich glaube, das war eines meiner besten Qualifyings überhaupt, vielleicht sogar das beste in diesem Jahr, zusammen mit Monaco vielleicht. Ich habe zwei gute Runden gehabt, die zweite war noch ein bisschen besser, da habe ich an vielen Stellen noch ein kleines bisschen mehr herausgeholt, leider war die allerletzte Kurve dann nicht hundertprozentig optimal, da habe ich vielleicht noch ein, eineinhalb Zehntel liegen lassen. Aber die perfekte Runde fährt man sowieso praktisch nie, die eine oder andere Kleinigkeit, die man noch besser machen könnte, gibt es immer noch.
Hattest Du erwartet, auch im Trockenen so nahe an Virgin und zumindest den einen Lotus heranzukommen?
Senna: Nicht unbedingt, ein bisschen hat mich das schon selbst überrascht. Gut, Timo war nur einmal draußen - aber trotzdem, es ging schon wirklich gut. Wir haben es trotz der schwierigen Umstände an diesem Wochenende mit den sich ständig ändernden Bedingungen geschafft, eine recht gute Abstimmung zu finden, unser Downforcelevel passt hier auf dieser Strecke natürlich auch ein bisschen besser als zum Beispiel in Silverstone. Überall, wo es lange Geraden und Haarnadelkurven gibt, sehen wie besser aus... Im Mittelsektor war ich dann ja auch sogar schneller als Glock...
Platz 21 herausgefahren, starten wirst du von Platz 20, durch den Getriebewechsel bei Timo - so weit vorne stand ein HRT noch nie...
Senna: Ja, das freut mich schon, dass mir das gelungen ist...
Und im Rennen - wie lange kannst Du da die Konkurrenz hinter Dir halten?
Senna: Liuzzi wohl kaum, das werde ich auch gar nicht erst groß versuchen, da würde ich mir nur die Reifen und mein eigenes Rennen kaputt machen. Aber gegen die anderen Neuen, die Virgins und wenn ich am Start vielleicht einen Lotus kriege, auch die, werde ich auf jeden Fall alles versuchen...
Sakon Yamamoto hast Du das ganze Wochenende immer um mindestens eine Sekunde abgehängt, heute fast 1,3 Sekunden...
Senna: Fairerweise - im Qualifying hat er ein Getriebeproblem gehabt, und die ständig wechselnden Bedingungen haben es ihm auch nicht leichter gemacht. Aber ich bin schon ganz happy...

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