Vitantonio Liuzzi hatte im Qualifying mit seinem Auto zu kämpfen. Vor allem der F-Kanal schien bei Force India nicht richtig zu arbeiten. "Wir haben zwei bis drei Zehntel auf der Geraden im Vergleich zu den anderen Teams verloren", klagte der Italiener. "Wir müssen das analysieren und verstehen, warum das so ist." Denn in Silverstone sei ein Zeitverlust von drei Zehnteln ein großes Problem. Zwar sei der Abstand zur Spitze sehr groß, nicht aber zu den Top-10-Autos.

"Ohne den Zeitverlust wären wir in einer weit besseren Ausgangslage, um ins Q3 zu kommen", meinte Liuzzi. Nach dem Qualifying wartete auf Liuzzi eine Hiobsbotschaft: Er wurde um fünf Startplätze nach hinten strafversetzt, weil er Williams-Pilot Nico Hülkenberg auf dessen schnellen Runde behindert hatte. "Die Strafe beruht auf einem Missverständnis im Team. Das Team hat mir über Funk gesagt, dass ich vor Nico bleiben soll, denn er sei in seiner Out-Lap", verriet der Force India-Pilot.

Das sei auch der Grund gewesen, warum er trotz der blauen Flaggen vor Hülkenberg blieb. Dass der Deutsche darüber mehr als sauer war, konnte Liuzzi durchaus nachvollziehen. Aber auch er sei schon oft genug im Qualifying behindert worden. "Ich hätte mich zu Saisonbeginn auch des Öfteren aufregen können, denn ich wurde im Qualifying sehr oft geblockt, bekam aber nie eine Entschuldigung zu hören. Dieses Mal war es ein klarer Fehler von uns", sagte Liuzzi.