Gemischte Gefühle herrschten heute Nachmittag in der Lotus Box. Trulli, der am Vortag schon kaum zum Fahren kam, hatte auch im 3. Training technische Probleme und konnte nur 11 Runden zurücklegen. Der Italiener wurde im Qualifying auch von Timo Glocks Virgin abgehängt und geht morgen vom 21. Startplatz aus ins Rennen.

"Um ehrlich zu sein bin ich sehr glücklich über mein Resultat", sagte Trulli. "Ich konnte die Strecke sehr schnell lernen. Durch die Probleme am Freitag und Samstag kam ich leider nur sehr wenig zum Fahren. Im Qualifying konnte ich zum ersten Mal richtig Gas geben, weil durch einen Hydraulikdefekt auch die Zeit im 3. Training sehr knapp war. Meine Position ist besser als ich es erwartet habe."

Für Heikki Kovalainen verlief das bisherige Wochenende problemlos. Der Finne war zwar um 3/10 Sekunden schneller als Glock musste aber feststellen, dass der Abstand zu Virgin kleiner geworden ist. "Ich habe mir genau diese Position fürs Qualifying vorgenommen gehabt", sagte Kovalainen. "Auch wenn wir wieder das schnellste neue Team waren, war dies nicht mein bestes Qualifying heuer. Es war sehr trickreich draußen auf der Strecke. Es war windiger als heute Früh und auch die Balance war nicht die Gleiche. Wir sind aber in einer guten Position für morgen. Das Auto fühlt sich mit viel Benzin an Bord gut an. Auch Jarno (Trulli) hat eine tolle Arbeit geleistet. Er hatte bisher sehr viel Pech und blieb trotzdem innerhalb von einer halben Sekunde. Ich hoffe, dass wir morgen beide Autos ins Ziel bringen werden."

Mike Gascoyne hatte in Silverstone bisher viel Arbeit zu erledigen. Die Zuverlässigkeit von Trullis Boliden macht den technischen Direktor große Sorgen. Die Zielankunft beider Fahrzeuge wird morgen im Rennen angepeilt. "Ich habe nach dem Qualifying gemischte Gefühle", sagte Gascoyne. "Wir hatten heute Vormittag wieder Probleme an Jarnos (Trulli) Wagen. Vor dem Qualifying hatte er auf der neuen Strecke nur 12 Runden absolviert. Heikki (Kovalainen) hatte auf beiden Runs Verkehr. Bei freier Fahrt hätte er etwas mehr aus dem Wagen herausholen können. Es ist positiv, dass wir vor den anderen neuen Teams geblieben sind. Es war bisher ein schwieriges Wochenende für uns und wir konzentrieren uns darauf morgen beide Piloten ins Ziel zu bringen."