Groß waren die Hoffnungen bei Force India nach den Freitagstrainings in Valencia gewesen. Der F-Kanal funktionierte, das Auto lief, die Zeiten stimmten, Q3 war eigentlich schon fest eingeplant. Geendet hat das Qualifying am Samstag dann für Adrian Sutil und Tonio Liuzzi in Q2 und nach den Rängen 13 und 14 schien das Team doch ein wenig frustriert zu sein. "Am Morgen fühlte sich das Auto richtig gut an und ich konnte auf Prime und Option pushen; das zeigte sich auch an meiner Zeit. Aber in Q2 hatte ich eine saubere Runde und der Grip schien einfach nicht da zu sein. Die ganze Session war das schwierig und wir bekamen die Reifen einfach nicht zum Arbeiten", klagte Sutil.
Der Unterschied zum Training am Morgen war nach Meinung des Deutschen riesig, was ihn einerseits enttäuschte, andererseits aber auch wunderte, da zwischen den Sessions kaum was am Auto verändert worden war. "Ich konzentriere mich jetzt auf das Rennen - wir waren hier voriges Jahr gut und wie wir in Montreal gesehen haben, unsere Rennpace ist sehr stark, also gibt es immer Möglichkeiten, um Positionen gutzumachen", sagte Sutil.
Die Temperaturen
Liuzzi hatte es ähnlich erlebt und er vermutete, dass die höheren Temperaturen am Nachmittag der Grund dafür waren, dass die Reifen nicht so funktionierten, wie sie das sollten. "Adrian und ich hatten in Q2 große Probleme mit den weichen Reifen, wodurch wir viel Untersteuern hatten. Das ist echt schade, da wir gestern und heute Morgen sehr stark aussahen und uns mehr erhofften", meinte der Italiener. Wie sein Teamkollege wollte Liuzzi aber nicht aufgeben und erwartete im Rennen ein paar Gelegenheiten, um mehr zu erreichen. "Seht euch nur Montreal an, wo wir am Start den Unfall hatten, aber bis zum Ende kämpften und zwei Punkte mitnahmen."
Nicht zu sehr aus der Ruhe bringen lassen wollte sich Teamchef Vijay Mallya. Klarerweise war er auch enttäuscht, da es am Morgen noch gut ausgesehen hatte. Deswegen wollte er über Nacht auch noch mit dem Team die Ursachen für den Rückfall ausforschen. Doch er musste an voriges Jahr erinnern. "Wir haben hier schon gute Pace gezeigt und starteten voriges Jahr von Platz zwölf und 16 und kamen dann auf zehn und zwölf an, es ist also noch viel drin", erklärte Mallya.

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