Lediglich 86 Tausendstel fehlten Fernando Alonso im Freien Training auf die Bestzeit von Sebastian Vettel. Im Gegensatz zu Istanbul scheint Ferrari in Montreal an der Spitze dran zu sein, doch Alonso will Platz zwei nicht überbewerten. "Es lief ganz okay. Ich denke, wir waren heute generell besser unterwegs, aber ich kann mich erinnern, dass wir in Istanbul am Freitag auf vier oder fünf standen und im Qualifying in Q2 ausgeschieden sind", erzählte der Spanier.
Deshalb sei es wichtig fokussiert zu bleiben. "Wir müssen uns auf morgen konzentrieren, denn da kann die Sache wieder anders aussehen. Heute ist erst Freitag, da geht es vor allem darum die Reifen zu testen und ein bisschen am Setup zu arbeiten", betonte der Ferrari-Pilot. Im Fokus standen im Freien Training neben den Reifen auch die Bremsen. "Hier werden die Bremsen sehr stark beansprucht, deshalb haben wir uns auf das Rennen konzentriert. Wir haben an den Bremsen gearbeitet und verschiedene Materialien ausprobiert, um ein perfektes Auto für Sonntag zu haben. Dabei haben wir nicht auf die Rundenzeiten geblickt", verriet Alonso.
Seine Bedenken wegen den Streckenverhältnissen haben sich gelegt. "Die Strecke ist ganz gut. Es gibt in einigen Kurven neuen Asphalt, aber es gab keinerlei Probleme. Alles war okay, es gab keine Bodenwellen. Ich denke, dass über das Wochenende die Bedingungen so gut bleiben", erklärte der Spanier. Auch in Sachen Reifenverschleiß gibt er sich zuversichtlich. "Wir hatten heute mit Graining zu kämpfen wie alle anderen, aber das sollte sich im Rennen bessern, wenn auch die Streckenverhältnisse besser sind. Ich erwarte keine Reifenprobleme am Sonntag, auch wenn es heute Graining gab", sagte Alonso.



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