Erst seit 2021 taucht der noble Name Aston Martin in der Starterliste der Formel 1 auf. Dabei ist das Team längst nicht so neu, wie es scheint. Tatsächlich ist nur der Name neu, das Team selbst uralt. Ursprünglich tauchte die Truppe unter dem Namen Jordan Grand Prix in der Formel 1 auf. Mehrfach wechselten daraufhin die Besitzer und damit auch der Name des Teams. Motorsport-Magazin.com blickt zurück auf die bunte Geschichte des in Silverstone beheimateten Rennstalls. Eine Reise von Jordan über Force India bis Aston Martin., Foto: Aston Martin
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Erst seit 2021 taucht der noble Name Aston Martin in der Starterliste der Formel 1 auf. Dabei ist das Team längst nicht so neu, wie es scheint. Tatsächlich ist nur der Name neu, das Team selbst uralt. Ursprünglich tauchte die Truppe unter dem Namen Jordan Grand Prix in der Formel 1 auf. Mehrfach wechselten daraufhin die Besitzer und damit auch der Name des Teams. Motorsport-Magazin.com blickt zurück auf die bunte Geschichte des in Silverstone beheimateten Rennstalls. Eine Reise von Jordan über Force India bis Aston Martin.

Jordan
Jordan war Ende der 1980er Jahre ein überaus erfolgreiches Team in der Formel 3000. 1991 feiert der Rennstall von Eddie Jordan sein Debüt in der Formel 1 mit Bertrand Gachot und Andrea de Cesaris. , Foto: LAT Images
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Jordan
Jordan war Ende der 1980er Jahre ein überaus erfolgreiches Team in der Formel 3000. 1991 feiert der Rennstall von Eddie Jordan sein Debüt in der Formel 1 mit Bertrand Gachot und Andrea de Cesaris.

Beim Rennen in Spa-Francorchamps gibt 1991 Michael Schumacher seinen Einstand. Der Formel-1-Rekordweltmeister fährt allerdings nur ein Rennen für Jordan, ehe er zu Benetton wechselt., Foto: Sutton
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Beim Rennen in Spa-Francorchamps gibt 1991 Michael Schumacher seinen Einstand. Der Formel-1-Rekordweltmeister fährt allerdings nur ein Rennen für Jordan, ehe er zu Benetton wechselt.

1999 schlägt die Stunde von Heinz-Harald Frentzen. Der Deutsche gewinnt zwei Rennen und wird Dritter in der WM-Wertung. Jordan belegt den dritten Platz in der Konstrukteurs-Wertung. Es ist das beste Ergebnis des Teams., Foto: LAT Images
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1999 schlägt die Stunde von Heinz-Harald Frentzen. Der Deutsche gewinnt zwei Rennen und wird Dritter in der WM-Wertung. Jordan belegt den dritten Platz in der Konstrukteurs-Wertung. Es ist das beste Ergebnis des Teams.

Midland F1 Racing
Vor der Saison 2005 änderten sich die Eigentumsverhältnisse. Teamgründer Jordan verkaufte seine Anteile an den russischen Milliardär und Stahlmagnat Alex Shnaider, der den Rennstall zunächst noch als Jordan an den Start brachte. 2006 trat das Team unter dem Namen Shnaiders Unternehmen an: Aus Jordan wurde Midland F1., Foto: Sutton
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Midland F1 Racing
Vor der Saison 2005 änderten sich die Eigentumsverhältnisse. Teamgründer Jordan verkaufte seine Anteile an den russischen Milliardär und Stahlmagnat Alex Shnaider, der den Rennstall zunächst noch als Jordan an den Start brachte. 2006 trat das Team unter dem Namen Shnaiders Unternehmen an: Aus Jordan wurde Midland F1.

Erfolge konnte MF1 Racing 2006 nicht verbuchen. Tiago Monteiro und Christijan Albers fuhren keine WM-Punkte ein. Damit landete das Team auf dem vorletzten Platz der Konstrukteurs-Wertung., Foto: Sutton
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Erfolge konnte MF1 Racing 2006 nicht verbuchen. Tiago Monteiro und Christijan Albers fuhren keine WM-Punkte ein. Damit landete das Team auf dem vorletzten Platz der Konstrukteurs-Wertung.

Spyker
Noch in der Saison 2006 wurde das Team an neue Eigentümer verkauft. Der niederländische Sportwagenbauer Spyker löste die vorherigen Besitzer ab. 2007 bekam der Rennstall wieder einen neuen Namen, nämlich Spyker F1 Team., Foto: Sutton
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Spyker
Noch in der Saison 2006 wurde das Team an neue Eigentümer verkauft. Der niederländische Sportwagenbauer Spyker löste die vorherigen Besitzer ab. 2007 bekam der Rennstall wieder einen neuen Namen, nämlich Spyker F1 Team.

Adrian Sutil holte einen Punkt beim Japan GP. Doch ein anderes Ereignis überstrahlt bis heute die Teamgeschichte: Markus Winkelhock führte das Rennen auf dem Nürburgring kurzzeitig an, weil er bei einsetzendem Regen auf die richtigen Reifen setzte. , Foto: Sutton
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Adrian Sutil holte einen Punkt beim Japan GP. Doch ein anderes Ereignis überstrahlt bis heute die Teamgeschichte: Markus Winkelhock führte das Rennen auf dem Nürburgring kurzzeitig an, weil er bei einsetzendem Regen auf die richtigen Reifen setzte.

Force India
Auch der Name Spyker verschwand schon nach einer Saison wieder aus der Formel 1. Im Sommer 2007 übernahm das von Vijay Mallya angeführte Konsortium Orange India das Team und brachte es in der folgenden Saison als Force India an den Start., Foto: Sutton
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Force India
Auch der Name Spyker verschwand schon nach einer Saison wieder aus der Formel 1. Im Sommer 2007 übernahm das von Vijay Mallya angeführte Konsortium Orange India das Team und brachte es in der folgenden Saison als Force India an den Start.

Force India konnte sich zwischenzeitlich in der Verfolgergruppe hinter den Top-Teams etablieren. Die Bilanz weist sechs Podestplatzierungen auf. 2016 und 2017 schloss das Team die Konstrukteurs-Wertung auf dem vierten Platz ab., Foto: LAT Images
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Force India konnte sich zwischenzeitlich in der Verfolgergruppe hinter den Top-Teams etablieren. Die Bilanz weist sechs Podestplatzierungen auf. 2016 und 2017 schloss das Team die Konstrukteurs-Wertung auf dem vierten Platz ab.

Racing Point
2018 ging Force India das Geld aus. Gegen Mitte des Jahres musste das Team Insolvenz anmelden. Es begann die Suche nach einem neuen Inhaber. Eine Gruppe um den kanadischen Geschäftsmann Lawrence Stoll, Vater von Formel-1-Pilot Lance Stroll, übernahm das Team. Racing Point sorgte für einen nahtlosen Übergang. Das Team ging schon beim Belgien GP an den Start, Foto: LAT Images
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Racing Point
2018 ging Force India das Geld aus. Gegen Mitte des Jahres musste das Team Insolvenz anmelden. Es begann die Suche nach einem neuen Inhaber. Eine Gruppe um den kanadischen Geschäftsmann Lawrence Stoll, Vater von Formel-1-Pilot Lance Stroll, übernahm das Team. Racing Point sorgte für einen nahtlosen Übergang. Das Team ging schon beim Belgien GP an den Start

Offiziell handelte es sich bei Racing Point um ein neues Team. Dadurch gab es einige bürokratische Hürden. Doch am Ende zeigten sich die Parteien kooperativ. Die FIA erteilte dem Team eine Startlizenz., Foto: Sutton
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Offiziell handelte es sich bei Racing Point um ein neues Team. Dadurch gab es einige bürokratische Hürden. Doch am Ende zeigten sich die Parteien kooperativ. Die FIA erteilte dem Team eine Startlizenz.

Aston Martin
Lawrence Stroll, Mitbesitzer von Racing Point, erwarb zunächst Anteile des Sportwagenherstellers Aston Martin. Damit war der Grundstein für ein Aston-Martin-Werksteam gelegt, das nun seit 2021 in der Formel 1 an den Start geht. Und das mit niemand Geringerem als dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel als Headliner neben Besitzer-Sohn Lance Stroll., Foto: Aston Martin
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Aston Martin
Lawrence Stroll, Mitbesitzer von Racing Point, erwarb zunächst Anteile des Sportwagenherstellers Aston Martin. Damit war der Grundstein für ein Aston-Martin-Werksteam gelegt, das nun seit 2021 in der Formel 1 an den Start geht. Und das mit niemand Geringerem als dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel als Headliner neben Besitzer-Sohn Lance Stroll.

An das bislang stärkste Jahr der Teamgeschichte im Vorjahr - Racing Point baute 2020 den Vorjahres-Mercedes nach und fuhr im Mittelfeld damit noch immer an der Spitze - konnte das neue Aston-Werksteam allerdings nicht anknüpfen. Die nach Pace zuvor dritte Kraft rutschte auf den siebten Gesamtrang. Da half auch das einzige Saisonhighlight - ein Vettel-Podium in einem chaotischen Aserbaidschan-GP - nicht viel. Große Investments inklusive neuer Fabrik sollen in der neuen Regel-Ära nun den Durchbruch bringen - mittelfristig bis hin zum WM-Titel., Foto: LAT Images
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An das bislang stärkste Jahr der Teamgeschichte im Vorjahr - Racing Point baute 2020 den Vorjahres-Mercedes nach und fuhr im Mittelfeld damit noch immer an der Spitze - konnte das neue Aston-Werksteam allerdings nicht anknüpfen. Die nach Pace zuvor dritte Kraft rutschte auf den siebten Gesamtrang. Da half auch das einzige Saisonhighlight - ein Vettel-Podium in einem chaotischen Aserbaidschan-GP - nicht viel. Große Investments inklusive neuer Fabrik sollen in der neuen Regel-Ära nun den Durchbruch bringen - mittelfristig bis hin zum WM-Titel.