Formel 3 EM

FIA Formel 3: Neuausrichtung mit Liberty Media als Promoter

Die Formel 3 schließt sich der Formel 1 an: Die FIA hat Liberty Media als neuen Promoter auserkoren. Die Nachwuchsserie erhält einen neuen Anstrich.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Die Umstrukturierung der FIA Formel-3-Meisterschaft bahnte sich schon im vergangenen Jahr an. Im Rahmen des World Motor Sport Council, der an diesem Freitag in Genf tagte, gab die FIA nun bekannt, wie es mit der traditionsreichen Kategorie im Unterhaus der Formel 1 weitergeht.

Ab 2019 wird die Formel 3 als internationale Meisterschaft und nicht mehr als Europameisterschaft ausgetragen. Die Rennen finden mit Liberty Media als neuem Vermarkter außerdem im Rahmen der Formel-1-Weltmeisterschaft statt. So schließt sich die Serie nahtlos der Formel 2 an.

"Die neue FIA Formel-3-Meisterschaft erreicht ein wichtiges Ziel, die drei Top-Formelrennserien der FIA auf eine Plattform zu stellen", so Stefano Domenicali, Präsident der FIA Single-seater Commssion.

Dass die bisherige Partnerserie der Formel 2, die GP3, 2018 ihre letzte Saison abhält, war längst klar. Damit war der Weg für die Neuausrichtung der Formel 3 ab 2019 frei. Die Nachwuchsserie soll damit wieder mehr in den Fokus der Motorsport-Welt rücken.

"Ab 2019 werden die Grand-Prix-Wochenenden eine weitere Stufe auf der FIA-Motorsport-Leiter umfassen, auf der die besten Nachwuchspiloten aus nationalen Kategorien antreten können - und das auf den besten Rennstrecken der Welt", so Formel-1-Managing-Director Ross Brown über die erfolgreiche Eingliederung der Formel 3.

Formel 3 sportlich sowie technisch erneuert

"Die Formel 3 hat eine lange und reiche Tradition als Schlüsselkategorie, in der die Fähigkeiten entwickelt werden, um bis an die Spitze zu gelangen. Mit der Formel 1 als Vermarkter bin ich mir sicher, dass sie weiter aufblühen wird", fügt Domenicali an. Die Serie wird sich mit dem neuen Konzept auch technisch verändern

Waren Chassis- und Motorenhersteller in der Vergangenheit noch frei wählbar, kommen sie ab dem kommenden Jahr von einem Einheitslieferanten. Die Reifen kommen ebenfalls nur noch von einem Hersteller, der von der FIA in Zusammenarbeit mit der Formel 1 festgelegt wird.

Der Bolide wird außerdem über die neusten technischen sowie sicherheitsrelevanten Features verfügen, welche den Formel-1-Standards entsprechen. Das bedeutet unter anderem die Einführung des Halo.

Formel 3: Neues Konzept soll Attraktivität steigern

Das Starterfeld wird auf 30 Autos begrenzt. Der Kalender soll zwischen neun und zwölf Stationen umfassen. An jedem Rennwochenende werden zwei Läufe ausgetragen. Um die Kosten unter Kontrolle zu halten, gibt es in unterschiedlichen Bereichen Restriktionen.

Elektronische Fahrhilfen sind verboten, das Reifenkontingent wird limitiert. Eine Materialschlacht soll mit allen Mitteln unterbunden werden. Außerdem gibt es Testbeschränkungen sowie Limits für die Anzahl der Team-Mitglieder. So soll gewährleistet werden, dass sich Rennställe mit dicken Budgets nicht an der Spitze absetzen.

"Die neue Serie wird dieselben Lernbedingungen wie die Formel 2 bieten. Das bedeutet High-Performance-Fahrzeuge, überschaubare Kosten und spektakuläre Rennen. All das, wofür die bisher getane Arbeit von uns steht", so Formel-2-Geschäftsführer Bruno Michel

Neue Formel-3-Ableger in den USA und Asien

Während die internationale Formel 3 als erste große Bühne für erfolgreiche Absolventen nationaler Formel-4-Serien fungieren soll, wird das neue F3-Konzept auch in Form von nationalen Rennserien umgesetzt.

Für 2018 wurden von der FIA bereits neue asiatische sowie amerikanische Formel-3-Serien geschaffen. Dieses Jahr wird dort zwar noch mit dem derzeit gültigen Formel-3-Reglement gefahren, in Zukunft sollen jedoch auch hier die neuen Formel-3-Autos zum Einsatz kommen.


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