2005 gewann Gary Paffett die DTM-Meisterschaft und auch in dieser Saison sind seine Chancen auf den Titel noch intakt. Als bestplatzierter Mercedes-Pilot liegt der Brite mit neun Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Timo Scheider auf Platz drei. In der Schlussphase der Saison gilt es Nerven zu zeigen - das weiß auch Paffett, der seit 2003 in der DTM fährt. In seiner ersten Zeit bei HWA 2004 und 2005 hat sich der Brite von seinen Teamkollegen Bernd Schneider, Jean Alesi und Mika Häkkinen so manches abgekuckt.

"Was ich von Jean vor allem gelernt habe, war, eng mit den Ingenieuren zusammenzuarbeiten, um das Beste aus dem Auto herauszuholen und es weiterzuentwickeln. Von Bernd habe ich gelernt, wie man überhaupt ein DTM-Auto fährt, worauf es dabei ankommt. Er war sehr routiniert und jahrelang der Star in der Mercedes-Benz-Mannschaft. Er gilt nicht ohne Grund als "Mr. DTM". Mika war einfach unheimlich schnell. Er war im Umgang mit dem Auto manchmal beinahe rücksichtslos. Zudem hat er immer versucht, das Team zu fordern - etwas, das jeder erfolgreiche Rennfahrer machen muss", erzählte Paffett auf der offiziellen DTM-Homepage.

Druck war immer da

Damals galt der Brite noch als Nachwuchspilot, heute zählt er zu den erfahrensten Piloten bei Mercedes. "Für mich hat sich nicht wirklich etwas geändert. Ich habe mich bereits 2005 als eine Art Teamleader gefühlt. Ich war zwar der jüngste Fahrer im Team, habe aber um den Titel gekämpft. Der Druck ist also nicht größer geworden, sondern war immer da. Man will immer die anderen Fahrer schlagen - auch die Teamkollegen", betonte Paffett. In dieser Saison heißen die Teamkollegen Ralf Schumacher, Bruno Spengler und Paul di Resta.

"Ralf fuhr lange in der Formel 1 und ist sehr erfahren. Dadurch kann er dem Team wichtigen Input geben. Er weiß, dass die DTM nicht einfach ist, dass man Zeit braucht, bis man das Beste aus dem Auto holen kann. Aber er hat bei Testfahrten und auch bei einigen Rennen gezeigt, dass er es kann", meinte der Mercedes-Pilot. Bruno Spengler sei für ihn genauso ein Titelkandidat wie Di Resta. "Bruno war von Anfang an sehr schnell. Zuletzt hatte er manchmal ein wenig Pech. Paul ist ebenfalls ein sehr schneller Fahrer. Er hat 2008 bei einigen Rennen klar dominiert und bis zum Schluss um den Titel gekämpft", so Paffett.