Markus Winkelhock konnte das Wochenende in Nürnberg eigentlich schon am Samstagvormittag abhaken. Ein loser Hydrantendeckel zerstörte nicht nur seinen A4, sondern auch alle Hoffnungen auf ein gutes Resultat beim Audi-Heimspiel auf dem Norisring. Immerhin schaffte es seine Truppe, den stark beschädigten Jahreswagen bis zum Warm-Up am Sonntag zu reparieren - so konnte Winkelhock wenig später zumindest am Rennen teilnehmen.

"In erster Linie muss ich meinen Jungs einen großen Dank aussprechen, sie haben einen guten Job gemacht und die ganze Nacht durchgearbeitet", bedankte sich der Rosberg-Pilot artig bei seinem Team. Vom letzten Startplatz ging es immerhin noch auf den 13. Platz nach vorne - dabei hatte Winkelhock Glück, überhaupt die erste Runde überstanden zu haben.

Winkelhock trifft auf Gusseisen

"Mein Start war ganz okay, leider hat sich in der ersten Kurve alles aufgestaut. Natürlich versucht man auch von hinten so schnell wie möglich loszufahren, eigentlich ist es wie jeder andere Start. Man kann sich jedoch alles in Ruhe anschauen und zur Not auch nochmal vom Gas gehen. Ich habe versucht mich aus allem herauszuhalten und habe die erste Ecke ohne Probleme überstanden. Kritisch wurde es nur in der Schikane, als ich Glück hatte, unbeschadet zwischen Oliver Jarvis und der Mauer durchzukommen", so Winkelhock im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com.

Nach einer spektakulären Startphase entwickelte sich das Rennen des 29-Jährigen zu einem echten Langweiler. "Ich hab einfach meine Runden abgespult, das ist alles, was ich sagen kann. Ab Runde 10 bis 15 haben meine Bremsen nachgelassen und ich habe versucht, sie zu schonen. Das ging natürlich auf die Rundenzeiten", berichtete Winkelhock, dessen Teamkollege Mike Rockenfeller auf Platz neun ebenfalls nicht in die Punkte kam. "Mein größtes Problem war das mit den Bremsen und ich habe einfach versucht, meine Runden abzufahren. Mir hat das Chaos gefehlt, es gibt nicht viel zu sagen."