"Ein super Rennen, ich bin superglücklich über das tolle Ergebnis" - so freute sich Maro Engel über den sechsten Platz und seine ersten DTM-Punkte. Die Freude wurde nur von Martin Tomczyk getrübt, der während des Rennens ein enges Duell mit Engel austrug. Für den Mercedes-Fahrer war schnell klar: "Seine Fahrweise war nicht okay."

"Er ist mir in zwei Runden drei Mal in mein Heck gefahren und hat mir dabei die Aerodynamik zerstört. Außerdem hatte ich hinten links einen schleichenden Plattfuß. Als ich versucht habe, das Auto zurück in die Box zu bringen, ist er mir nochmal drauf gefahren", beschwerte sich Engel im Gespräch mit dem Motorsport-Magazin.com. Er hätte sogar damit gerechnet, dass die Rennleitung eingreift und eine Strafe gegen den Audianer ausspricht.

Letztlich blieb Tomczyk ohne Strafe, bevor er seinen Boliden mit einem Defekt an der Elektronik abstellte. Eine Genugtuung war der Ausfall des Rosenheimers für Engel allerdings nicht: "Er kann mir ja nicht einfach das Auto beschädigen, auch wenn er einen Neuwagen fährt. Ich werde ihm auch sagen, dass das nicht okay war. Ich mache soetwas ja auch nicht einfach. Ich selbst habe nichts falsch gemacht und erwarte ein anderes Verhalten."

Tomczyk, der in der DTM schon längst zu den alten Hasen zählt, sah den direkten Zweikampf mit Engel aus einer ganz anderen Perspektive und längst nicht so spektakulär. "Der arme Maro", meinte der Meisterschafts-Siebte aus dem Vorjahr. "Wenn er das schon unter Rempler abstempelt, dann sollte er nicht in der DTM fahren."

Für Tomczyk waren die Kontakte mit Engel eigentlich nicht weiter erwähnenswert. "Das war doch nur Streicheln und nicht wirklich hartes Fahren", fand Tomczyk. "Maro war wohl noch nie in einen wirklich harten Zweikampf verwickelt. Wir haben uns nur ein bisschen berührt, aber das gehört dazu."