Neben dem ersten DTM-Titel für Timo Scheider waren im Anschluss an das Rennen auch die Teamkollegen des neuen Champions in aller Munde. Während Mattias Ekström sein Zweikampfverhalten gegen Paul di Resta zur Last gelegt wurde, beklagte sich der Schotte auch über Martin Tomczyk, der ihn aus seiner Sicht in der entscheidenden Boxenstoppphase aufhielt. Die altbekannten Wortgefechte zwischen den beiden Herstellern sind in vollem Gange - fühlte sich doch auch Tomczyk selbst nicht fair behandelt...
"Ich habe eine Rauferei mit Bruno gehabt, die schon bei der Einfahrt zum Motodrom begonnen hat. Wir haben einen Positionswechsel gehabt, was auch in Ordnung ging - nach der Sachs-Kurve war ich vor ihm", schildert der Bayer im Gespräch mit dem adrivo Motorsport-Magazin. Ausgangs des Motodroms weckte der Kanadier dann den Unmut Tomczyks. "Er ist vielleicht etwas hart eingestiegen, hat mich an der Seite getroffen und nach außen geschoben. So habe ich eigentlich vier Plätze verloren. Mehr als zu Ende zu fahren war dann nicht mehr möglich. Die Konkurrenzdichte war heute sehr hoch, zumal auch meine Aerodynamik beschädigt war."
Remis auf dem Schadenskonto
Am Ende musste sich Tomczyk mit einem enttäuschenden achten Platz begnügen - vier Plätze hinter Bruno Spengler. Der HWA-Pilot selbst, der später von der Rennleitung verwarnt wurde, empfand die brisante Situation nur bedingt als bemerkenswert. "Nach dem Start ging es zwischen Tom Kristensen, Martin Tomczyk und mir heiß her. Ich war vor der Sachs-Kurve im Sandwich zwischen ihnen. Der Kampf hat Spaß gemacht. Am Ende war ich vorne, dachte schon, ich könnte frei fahren, doch leider verlor ich hinten links ein Teil meiner Aerodynamik." Dass es sich bei der Berührung mit einem blauen Audi löste, scheint nicht ausgeschlossen...
Hinter Jamie Green liegend spielte Spengler im Folgenden die Rolle des Reserve-Manndeckers für Paul di Resta, blieb im weiteren Rennverlauf aber unauffällig. "Mit intakter Aerodynamik hätte ich wohl schneller fahren können, aber das Auto war auch so sehr schnell und konstant. Ich bin glücklich mit diesem Rennen und freue mich schon auf das nächste Jahr. Am liebsten würde ich gleich weitermachen."

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