Ebenso wie Mattias Ekström war auch Jamie Green in Barcelona endgültig aus dem Titelkampf ausgeschieden. Doch während der Schwede auch heute noch im Rampenlicht - weil im Kreuzfeuer der Kritik - stand, nahmen von Jamie Greens Präsenz nur wenige Kenntnis. Unauffällig kämpfte sich der Brite aufs Podest, wo er allerdings ähnlich unbeachtet blieb wie schon 2007 bei seinen ersten beiden Siegen...
"Mein Ziel war es, Timo zu schlagen. Er ging am Start in Führung und erarbeitete sich sofort einen großen Vorsprung. Ich entschied mich, Paul vorbeizulassen, damit er versuchen kann, Timo zu attackieren", schilderte der vierfache DTM-Rennsieger im Anschluss. Seine Mission als Unterstützer für di Resta war damit schon schnell erfüllt: "Ich wollte ihm nicht im Weg stehen. Nach drei Runden war ich auf Platz drei - und dort habe ich das Rennen beendet."
Irritation bei Ekström
Auch ohne es zu wissen, leistete Green im Kampf gegen die Konkurrenz ganze Arbeit. So trug der Anblick seines weißen Boliden im Rückspiegel zur Irritation von Mattias Ekström bei. "Einen Fehler muss ich zugeben: Als ich die Gerade heruntergefahren bin und in den Spiegel geschaut habe, war Paul direkt hinter mir. Dahinter erahnte ich Tom, doch beim Beschleunigen aus der Kurve stellte sich heraus, dass es gar nicht Tom war", gestand der Schwede eine unglückliche Verwechslung während der entscheidenden ersten drei Runden.
Immerhin präsentierte sich Green im Anschluss an das Rennen ähnlich emotionslos wie der fünftplatzierte Pilot des weiß lackierten Audi. Platz drei vermochte den Engländern nach einer durchaus erfolgreichen Saison nicht mehr in Begeisterungsstürme zu versetzen. Stattdessen zollte er Timo Scheider Respekt: "Timo verdient den Titel. Er und sein Team haben sehr stark angefangen und sind stark geblieben. Es ist überraschend, dass jemand ohne auch nur einen Sieg in die Saison startet und am Ende Meister ist."

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