Mit einer ausgefallenen Strategie will sich Timo Scheider den Sieg im morgigen Rennen sichern: "Hoffentlich ist der zweite Startplatz der Schlüssel zum Erfolg." Bisher stand der Tabellenführer an der Nordseeküste bei zwei Rennen auf der Pole-Position, konnte den besten Startplatz aber nicht in einen Sieg ummünzen. "Natürlich hätte ich gern die Pole gehabt, aber bisher hat in Zandvoort noch nie das Siegen geklappt, wenn ich auf Pole Position stand. Hoffentlich ist es diesmal umgekehrt..."
Auch mit drei Bestzeiten im Rücken hätte es im Qualifying keine Chance gegen Mattias Ekström gegeben. "Mattias ist eine fantastische Runde gefahren", musste Scheider im Gespräch mit der adrivo Sportpresse feststellen. Aber seinen Teamkollegen zu schlagen hat nicht oberste Priorität, sondern die Verteidigung der Tabellenführung. "Das Ziel ist, die Meisterschaftsführung zu verteidigen."
Einen Freifahrtsschein für Ekström hat diese Einstellung aber nicht zur Folge: "Ich werde natürlich alles geben, um vor meinen Teamkollegen anzukommen." Genau wie in Nürnberg, wo sich Scheider noch in der letzten Kurve an Ekström vorbeiquetschen konnte und so einen Punkt Vorsprung nach Zandvoort retten konnte. "Wir werden uns auch morgen nichts schenken", versprach der Audi-Pilot.
"Es ist angenehm, zu dritt vorne zu stehen. Aber auch Jamie ist heute eine gute Runde gefahren und wird in der ersten Kurve nicht allzu weit weg sein", spielte Scheider auf das sehr gute Resultat von Audi an. Neben Green und den restlichen Mercedes-Piloten könnte auch das Wetter eine potenzielle Gefahr sein: "Der Regen ist hier am Meer schneller da, als man denkt. Und dann ist das Chaos groß. Ob es trocken oder nass ist, ist mir aber relativ egal."

diese DTM Nachricht