Maro Engel (Winward-Mercedes) hat beim Sonntags-Rennen der DTM auf dem Nürburgring einen bitterbösen Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft erlebt. Der Mercedes-AMG-Star kollidierte kurz nach dem Start mit seinem Markenkollegen Lucas Auer und nahm dadurch beide Autos vorzeitig aus dem Rennen - der erste Ausfall und die erste Nullrunde für Engel in der laufenden Saison.
Und damit nicht genug: Der Meisterschaftsführende kassierte im Nachgang auch noch eine 3-Platz-Gridstrafe für das nächste Rennen auf dem Sachsenring, wo vom 11. bis 13. September 2026 das vorletzte Rennwochenende der Saison steigt. Diese Entscheidung trafen die Sportkommissare nach einer Anhörung aller Beteiligten.
Engel nimmt Schuld für Auer-Crash auf seine Kappe
Engel hatte die Schuld für den Crash mit Auer schon während des laufenden Rennens in einer ersten Reaktion auf sich genommen. Später bei der Anhörung durch die Stewards wiederholte der 40-Jährige sein Schuldeingeständnis. In die Mercedes-Kollision wurde obendrein noch Kelvin van der Linde (Schubert-BMW) involviert, dessen Rennen damit ebenfalls vorzeitig endete.
"Engel erklärte, dass der Zwischenfall sein Fehler gewesen sei", hieß es im Schreiben der Sportkommissare. "Er bat darum, zu berücksichtigen, dass drei Fahrzeuge gleichzeitig in die Kurve einfuhren, sein Fahrzeug untersteuerte und er dadurch eine Berührung mit Auer verursachte, die in der Folge zu einer weiteren Kollision mit van der Linde führte. Darüber hinaus entschuldigte er sich, wie bereits zuvor, bei Auer."
Engel nur noch knapp Spitzenreiter in DTM-Tabelle
Engel behält trotz der Nullrunde die Führung in der DTM-Tabelle, sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Thomas Preining ist allerdings auf einen einzigen Punkt geschrumpft. Der Manthey-Porsche-Pilot erzielte am Sonntag seinen vierten Podestplatz in Folge. Auer ist Gesamt-Vierter hinter Nicki Thiim mit 24 Zählern Rückstand auf Engel, seinem Teamkollegen in der GT World Challenge.
Erste Reaktion von Auer: "Gestern war ein sehr guter Tag. Qualifying mit Platz 3 top, Rennen war eigentlich auch gut mit Rang 5. Heute hatte ich nach P7 im Qualifying einen Superstart im Rennen, war schon Vierter, habe dann aber einen Treffer bekommen und wurde umgedreht. Also ein gebrauchter Tag. Aber wir bleiben trotzdem voll dran."
Engel kassiert Grid-Strafe und entschuldigt sich
"Super-ärgerlich, das war mein Fehler", sagte Engel kurz nach dem Rennende. "Das Auto hat nicht so eingelenkt wie ich es gedacht hatte. Es tut mir leid für Luggi und Kelvin, die dadurch auch rausgerissen wurden. Ärgerlich auch für unser Team, denn heute wäre einiges gegangen. Jetzt heißt es: Mund abwischen, nach vorne schauen und hoffentlich am Sachsenring zurückschlagen."
Ein bitterer Renntag auch für Engels Winward-Team: Pole-Setter Jules Gounon war auf dem Weg zum Sieg, bis er wegen Speeding in der Boxengasse (54 statt 50 km/h) eine Penalty-Lap kassierte - unglücklicherweise direkt nach einer Safety-Car-Phase, wodurch der Franzose vom ersten bis auf den sechsten Platz durchgereicht wurde. Gounon kam nicht über den 14. Platz hinaus, womit sich seine Seuchen-Saison nahtlos fortsetzt.
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