Ein Testunfall des BMW-Werksfahrers Rene Rast auf dem Red Bull Ring hat für Aufregung gesorgt. Den Zwischenfall am Dienstagnachmittag bestätigte Teamchef Torsten Schubert, der persönlich in Spielberg vor Ort war, gegenüber Motorsport-Magazin.com. Der Crash ereignete sich am Nachmittag während Rasts elfter Runde auf dem Formel-1-Kurs.

"Ja, Rene hatte einen Unfall, aber für uns ist momentan das Allerwichtigste, dass er unverletzt geblieben ist. Alles andere sind reine Spekulationen, die ich nicht kommentieren möchte", betonte Schubert. "Es gibt möglicherweise einen Zusammenhang mit einem anderen Zwischenfall, über den ich aber jetzt nicht mehr reden werde, denn das überlasse ich lieber den Verantwortlichen bei BMW M Motorsport."

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Rene Rast verunfallt bei DTM-Test in Spielberg

Schubert weiter: "Wir arbeiten in fast allen Bereichen immer am Limit. Ob der Luftdruck oder ein anderes Problem eine Rolle gespielt haben, weiß ich nicht." Im BMW-Lager glaubt man unterdessen nicht an einen Fahrfehler von Rast, sondern eher an ein technisches Problem. Mit dem Zwischenfall, den Schubert andeutete, meinte er offenbar den Unfall von Rast-Teamkollege Marco Wittmann fast auf den Tag genau vor einem Jahr an gleicher Stelle, nämlich der Zielkurve auf dem Red Bull Ring, als der linke Vorderreifen am Schubert-BMW beschädigt war.

Dazu wollte sich der Teameigner nicht mehr äußern, erklärte aber immerhin, dass an der linken Vorderachse von Rasts BMW Teile gebrochen seien, die nun von BMW M Motorsport untersucht und analysiert würden. Bis dahin gebe es vom Team keine weiteren Informationen. Rast legte am Vormittag 72 Runden zurück, bevor sich der Unfall am Nachmittag ereignete. Teamkollege Wittmann (Bestzeit: 1:28.188 Minuten) spulte vormittags 60 Runden und nachmittags weitere 63 Umläufe ab.

Auswirkungen für den weiteren Saisonverlauf dürfte der Test-Unfall nicht haben: Wer die Schubert-Truppe aus der Magdeburger Börde kennt, weiß, dass Rast sicher in neun Tagen beim Freien Training zum vorletzten DTM-Event in Spielberg (12.-14.09.) im werksunterstützten Schubert-BMW M4 GT3 Evo sitzen wird. An diesem Wochenende steht für den dreimaligen DTM-Champion zunächst das WEC-Rennen in Austin, Texas (05.-07.09.) auf dem Programm.

Ben Dörr führt Zeitenliste an - nur zwölf DTM-Autos beim Test

Bei dem nur bedingt aussagekräftigen privaten Testtag mit zwölf DTM-Autos in Spielberg fuhr Ben Dörr, der Überraschungsmann der letzten Wochen, mit dem Dörr-McLaren 720 S GT3 Evo die Bestzeit (1:27.986 Minuten) des Tages. Damit war der Youngster nur 65 Tausendstelsekunden langsamer als im vergangenen Jahr DTM-Champion Mirko Bortolotti, der in den beiden Spielberg-Qualifyings 2024 (kumuliert) die schnellste Rundenzeit (1:27.921 Minuten) im SSR-Lamborghini aller Teilnehmer erzielt hatte.

DTM-Rookie Gilles Magnus sicherte sich im Aston Martin Vantage GT3 von Comtoyou Racing den zweiten Platz mit einer persönlichen Bestzeit von 1:28.004 Minuten. Während Magnus seine schnellste Runde am Vormittag gefahren war, übernahm Dörr am Nachmittag die Spitze in der Zeitenliste. Thierry Vermeulen (Emil-Frey-Ferrari) belegte den dritten Platz im Klassement. Beim Test vertreten waren die Teams Dörr-McLaren, Comtoyou-Aston-Martin, Schubert-BMW, GRT-Lamborghini, HRT-Ford und Landgraf-Mercedes mit einem bzw. zwei Autos.