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DTM Norisring-Qualifying: Van der Linde im Ferrari-Sandwich

Liam Lawson steuert in Richtung DTM-Meisterschaft 2021: Pole Position im letzten Saison-Qualifying auf dem Norisring. Kelvin van der Linde braucht Glück.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Der Titel-Showdown beim DTM-Finale auf dem Norisring könnte zumindest auf der Strecke kaum spannender sein: Im letzten Rennen der Saison 2021 starten die beiden Titel-Anwärter Liam Lawson und Kelvin van der Linde direkt nebeneinander aus der ersten Startreihe.

Damit wiederholt sich das Schauspiel vom Samstag, als Lawson und van der Linde ebenfalls die besten Plätze im Qualifying auf dem Nürnberger Stadtkurs belegten. Lawson erzielte seine zweite Pole am Norisring mit der Bestzeit von 48,622 Sekunden. Sein Vorsprung auf den Abt-Audi betrug 0,041 Sekunden.

Am Samstag fuhr Lawson hinter Rennsieger Maximilian Götz und dem Inder Arjun Maini auf den dritten Platz und baute seinen Vorsprung auf van der Linde, der nicht über P4 hinauskam, weiter aus.

Vor dem letzten Rennen der Saison führt der Neuseeländer mit 227 Punkten - 19 Punkte Vorsprung auf Rivale van der Linde, der jetzt 208 Zähler auf dem Konto hat. Titel-Herausforderer Götz kam im Sonntags-Qualifying nicht über den achten Startplatz hinaus und belegt in der Gesamtwertung Platz drei mit 205 Punkten.

Im heutigen Rennen erhält Lawson einmal mehr Unterstützung: Sein AF-Corse-Teamkollege Nick Cassidy fuhr auf den dritten Startplatz - van der Linde damit im Ferrari-Sandwich! Cassidy, zuletzt in der Formel E am Start, startet am Norisring zum ersten Mal in der GT3-DTM. Der Neuseeländer gilt als höchst talentierter Allrounder, hat aber nur wenig Erfahrung mit GT3-Fahrzeugen. Schon am Samstag kamen sich der Neuseeländer und van der Linde beim Kampf um Platz vier mehrfach ins Gehege.

Ein möglicher Vorteil für van der Linde, der im abschließenden Rennen eine große Portion Glück braucht, um die Meisterschaft 2021 trotz des großen Rückstandes zu gewinnen: Er fährt ohne Erfolgsballast an Bord, während Lawson für P3 am Samstag 15 Kilogramm zuladen muss. Die Rechnung ist simpel: Lawson muss mindestens Sechster werden, um den Titel aus eigener Kraft einzusacken.

Hinter Lawson, van der Linde und Cassidy folgten fünf Mercedes-AMG GT3 auf den Plätzen vier bis acht: Lucas Auer, Philip Ellis, Daniel Juncadella, Arjun Maini und Maximilian Götz. Nico Müller im Rosberg-Audi und Maxi Buhk komplettierten die Top-10 der Startaufstellung.

Die drei BMW im Starterfeld erlebten am Norisring die nächste Klatsche: Marco Wittmann, der zuletzt dreimal in Folge ohne Punkte blieb, kam mit seinem Walkenhorst-BMW nicht über Platz 16 hinaus. Das ROWE-Duo bestehend aus Sheldon van der Linde und Timo Glock landete auf den Positionen 18 und 20.


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