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DTM

Norisring: DTM-Titelanwärter im 1. Freien Training vorne

Das 1. Freie Training der DTM beim Norisring-Saisonfinale verspricht ein eng umkämpftes Wochenende! Drei von vier Titelanwärtern in den Top-4.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Der Startschuss zum großen Saisonfinale der DTM ist gefallen. Auf dem Norisring nutzten die Teams und Fahrer am Freitagmittag das 1. Freie Training, um sich auf den berühmten Stadtkurs einzuschießen. Nach Corona-bedingter, einjähriger Auszeit ist die DTM nach Nürnberg zurückgekehrt - und Lokalmatador Maximilian Götz sicherte sich die erste Bestzeit des Wochenendes.

Der HRT-Mercedes-Pilot, der sich weiter Chancen auf die Meisterschaft ausrechnen kann, umrundete den nur 2,3 Kilometer langen Kurs in 49,568 Sekunden. Beim ersten Einsatz von GT3-Autos entlang des Dutzendteichs seit 2018 sorgte Lucas Auer für eine Mercedes-Doppelspitze in der Zeitenliste. Der Winward-Pilot belegte mit einer persönlichen Bestzeit von 49,643 Sekunden - 0.075 Sekunden langsamer als Götz - den zweiten Platz.

Die Hauptanwärter auf den DTM-Titel 2021 präsentierten sich im ersten von zwei Trainings am heutigen Freitag ebenfalls gut aufgelegt. Der Gesamtzweite Kelvin van der Linde verbesserte sich mit seinem Abt-Audi in den Schlussminuten auf den dritten Platz. Direkt dahinter folgte Spitzenreiter Liam Lawson, der bei seinen allerersten Runden auf dem Norisring zu Platz vier fuhr. Das Quartett trennte exakt 0,135 Sekunden.

Hinter Lawson folgten mit Nico Müller und Mike Rockenfeller zwei Audi-Piloten auf den Plätzen fünf und sechs, die Top-8 komplettierte das Mercedes-Duo Arjun Maini und Götz-Teamkollege Vincent Abril. Nick Cassidy, der erstmals AF-Corse-Pilot Alex Albon ersetzt, beendete die 45-minütige Session auf der zehnten Position.

Wittmann weit hinten in der Zeitenliste

Schwieriger tat sich aus dem Kreis der theoretischen Titelanwärter Marco Wittmann, der nicht über den 18. und damit drittletzten Platz hinauskam. Beim seinem Heimspiel hatte der Walkenhorst-Pilot 0,841 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Hinter dem zweifachen DTM-Champion sortierten sich BMW-Markenkollege Timo Glock und DTM-Debütantin Esmee Hawkey ein. Wie Motorsport-Magazin.com exklusiv berichtet hatte, erhielt der BMM M6 GT3 kurz vor dem Wochenende eine neuerliche Anpassung in der Balance of Performance.

In einem Training ohne größere Zwischenfälle erwischte nur Esmee Hawkey die Mauern. Die Pilotin aus dem Lamborghini-Team T3 Motorsport verlor eingangs der Start/Ziel-Geraden leicht die Kontrolle über ihren Huracan und beschädigte das Heck. Für die Britin war das Training damit zehn Minuten vor dem Ende vorzeitig gelaufen.

Die inzwischen auch in der DTM berüchtigten Track Limits spielen selbst auf dem Norisring eine Rolle. In Kurve 1 gilt es als Track-Limit-Verstoß, wenn ein Auto mit allen vier Rädern auf der Innenseite der Kurve hinter dem rot-weißen Kerb fährt. Und in Kurve 4 wird in den Qualifyings die folgende Runde gestrichen, wenn ein Fahrzeug die gelbe Linie an der Außenseite der Kurve berührt.

DTM-Meisterschaft 2021: Die Ausgangslage

Vor den beiden Renntagen auf dem Norisring führt Lawson die Meisterschaft mit 206 Punkten an. Der Zweitplatzierte Kelvin van der Linde (192 Punkte) liegt mit 14 Zählern Rückstand in Lauerstellung. Mit Maximilian Götz (180) und Marco Wittmann (165) haben noch zwei weitere Fahrer theoretische Chancen auf den Titelgewinn, weisen jedoch einen deutlichen Rückstand zu Spitzenreiter Lawson auf. 56 Punkte werden in den beiden Qualifyings und Rennen maximal noch vergeben.


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