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DTM Lausitzring: Philip Ellis holt erste Pole nach erstem Sieg

Philip Ellis ist der Mann des DTM-Wochenendes auf dem Lausitzring! Sieg am Samstag, Pole am Sonntag. Ferrari-Youngster Lawson in Lauerstellung.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Erster Sieg am Samstag, erste Pole Position am Sonntag: DTM-Rookie Philip Ellis brilliert beim Rennwochenende auf dem Lausitzring! Der Schweizer aus dem Mercedes-Team Winward hat sich den ersten Startplatz für das Sonntagsrennen (ab 13:30 Uhr im Live-Ticker auf Motorsport-Magazin.com) gesichert.

Ellis muss sich im vierten Saisonrennen auf dem unüblichen Streckenlayout mit der überhöhten Turn-1-Ovalkurve gegen seine Verfolger Liam Lawson (AF Corse Ferrari), Maximilian Götz (HRT-Mercedes) und Kelvin van der Linde (Abt-Audi) auf den Startplätzen zwei bis vier zur Wehr setzen. Lawson eroberte am Samstag seinen zweiten Podestplatz in der Saison, van der Linde verpasste das Podium als Vierter knapp.

"Leider wurde meine schnellste Runde verhindert, weil wir eine falsche Kommunikation hatten und ich die Runde abbrechen musste", erklärte der Abt-Pilot und Monza-Sieger. "Platz vier ist okay und die Jungs da vorne haben noch Gewicht von gestern. Vielleicht können wir sie attackieren."

DTM 2021 Lausitzring: Samstagsrennen als Zusammenfassung: (03:48 Min.)

Ellis vor Sonntags-Rennen skeptisch

"Nach dem gestrigen Erfolg ist der Lausitzring mit der Ovalkurve jetzt offensichtlich meine neue Lieblingsstrecke. Es hat alles gepasst und ich konnte kaum glauben, Bestzeit in Q2 gefahren zu sein", sagt Ellis zu Motorsport-Magazin.com.

Für das zweite Rennen ist der Deutsch-Brite weniger optimistisch. Und das hat seinen Grund: "Nach meinem gestrigen Erfolg ist mein Auto jetzt 25 kg schwerer. Das wird sich vor allem über die Distanz auswirken. Von denen, die hinter mir stehen, glaube ich, muss sich nur noch Liam (Lawson, d. Red.) mit Erfolgsballast herumschlagen. Das wird für uns, auch angesichts der relativ hohen Asphalt-Temperaturen, nicht einfach werden. Es wird deshalb wohl kaum möglich sein, sich trotz Pole vom Feld absetzen zu können."

Glock mit umgebautem ROWE-BMW

Bestplatzierter BMW-Pilot war Timo Glock auf dem fünften Startplatz. Der ROWE-Pilot startet an diesem Wochenende mit einem üblichen Lenksystem, nachdem Probleme an der eigentlich vorgesehenen Space-Drive-Lenkung aufgetreten und vor Ort nicht behoben werden konnte. Hinter Lucas Auer (Winward-Mercedes) auf P6 folgte mit Samstags-Polesetter Sheldon van der Linde (ROWE) ein weiterer BMW-Pilot. Daniel Juncadella (GruppeM-Mercedes) komplettierte die Top-8 der Startaufstellung.

Ellis gelang im Qualifying die schnellste Rundenzeit am gesamten Wochenende. Der Winward-Rookie benötigte 1:30.292 Minuten für die schnellste Runde und hatte einen bemerkenswerten Vorsprung von 0,394 Sekunden auf den Zweitplatzierten Lawson im Ferrari 488 GT3. In der Lausitz ging es ansonsten eng zu: Die Top-16 trennten weniger als eine Sekunde.

Beide DTM-Damen hinten

Nicht wie erhofft lief es erneut für die beiden Damen im Feld. Esmee Hawkey landete im Lamborghini Huracan des Dresdner Rennstalls T3 Motorsport auf dem 18. und damit vorletzten Platz. Die Britin startet in einem über Nacht aufgebauten Ersatzauto, welches das 2018 gegründete Team sonst eigentlich im ADAC GT Masters einsetzt. Hawkey verunfallte am Samstag schwer in der Turn-1-Kurve, das Fahrzeug war anschließend nicht mehr einsatzfähig.

Sophia Flörsch startete mit Problemen ins Qualifying. Nach dem technisch bedingten Ausfall im Samstagsrennen hatte das Abt-Team die Benzinpumpe und Kabelbäume an ihrem Audi R8 LMS GT3 ausgetauscht. Zu Beginn der heutigen Session blieb die Münchnerin allerdings wieder mit Problemen beim Benzindruck auf der Strecke liegen. Flörsch musste kampflos an der Box zuschauen, konnte keine gezeitete Runde fahren und muss das Rennen demnach vom letzten Platz aufnehmen.

Mercedes-Doppelführung zur Halbzeit

Zur Halbzeit der 20-minütigen Session hatten erst 13 der 19 Autos im Feld eine schnelle Rundenzeit gesetzt. Mit Daniel Juncadella und Maximilian Götz führten zwei Mercedes-AMG-Piloten die Zeitenliste an. Der Spanier belegte den ersten Platz mit einer persönlichen Bestzeit von 1:31.505 Minuten. Nico Müller im Rosberg-Audi und Vincent Abril (HRT-Mercedes) sowie Arjun Maini (GetSpeed-Mercedes) folgten auf den Positionen drei bis fünf.


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