DTM

Kubica fährt DTM: Nächstes BMW-Kapitel wäre schöne Geschichte

Robert Kubica startet beim DTM-Test in Jerez für BMW. Bei Motorsport-Magazin.com spricht BMW Motorsport-Direktor Jens Marquardt über die Hintergründe.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Die Katze ist aus dem Sack: Robert Kubica bestreitet den DTM Young Driver Test in Jerez (11.-13. Dezember) für BMW. Das gab BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt am Rande einer Sim Racing-Veranstaltung in München offiziell bekannt.

Neben dem Polen erhält der Brite Nick Yelloly eine weitere Testmöglichkeit beim Autobauer aus München. Die Werksfahrer Marco Wittmann und Philipp Eng komplettieren das Testaufgebot in Spanien.

Kubica bereitete sich im Simulator auf seinen ersten Einsatz im BMW M4 DTM vor. An diesem Mittwoch drehte der ehemalige Formel-1-Fahrer, der am 07. Dezember seinen 35. Geburtstag feiert, nach Informationen von Motorsport-Magazin.com erste virtuelle Runden.

"Ich kenne Robert noch aus meiner Zeit in der Formel 1", sagt Marquardt zu Motorsport-Magazin.com. "Er war bei BMW immer eine bekannte Größe. Wir hatten immer losen Kontakt und irgendwann wurden daraus ernsthafte Gespräche."

Ob Kubica in der DTM-Saison 2020 für BMW antritt, ist offiziell noch nicht bestätigt. Marquardt: "Er war mit BMW schon einmal extrem erfolgreich unterwegs. Es wäre eine schöne Geschichte, da noch ein Kapitel hinzuzufügen. Aber soweit wollen wir noch nicht schauen. Jetzt machen wir den Test in Jerez, dann sehen wir weiter."

Die Testfahrten in der kommenden Woche sollen Aufschluss über seine Leistungsfähigkeit bringen. Im Simulator arbeitete der frühere BMW-Sauber-Pilot (2006 bis 2009) mit einem speziell auf seine Bedürfnisse angepassten Lenkrad.

"Robert wollte ein bisschen etwas anders haben. Da sind wir fix und gut darin, das auch umzusetzen. Für uns sind das kleine Anpassungen", sagt Marquardt über Kubica, der 2011 bei einem Rallye-Unfall schwere Verletzungen an seinem rechten Arm erlitt.

Kubica ist gespannt auf seinen ersten Einsatz mit einem DTM-Rennwagen mit Turboantrieb. 2013, zwei Jahre nach seinem Unfall, testete er erstmals einen Mercedes-Tourenwagen, damals noch mit dem V8-Motor. Die Boliden der aktuellen Generation haben im Vergleich über 100 PS Mehrleistung.

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Kubica: "Ich kann mir eine Zukunft in der DTM sehr gut vorstellen. Ich suche nach einer neuen Herausforderung, und das ist die DTM ganz sicher. Die Serie ist hochkarätig besetzt, und das fahrerische Niveau enorm hoch. Doch nun warten wir erst einmal den Test ab und sehen, wie gut ich dort zurechtkomme."

Fahrer mit Vergangenheit haben inzwischen Tradition in der DTM. Mit Timo Glock hat BMW aktuell einen Piloten im Kader, der früher in der Königsklasse des Motorsports an den Start gegangen ist.

Marquardt hat nach den ersten Eindrücken keinen Zweifel daran, dass Kubica die neue Aufgabe hochmotoviert angeht: "Robert macht alles, was er macht, mit 100 Prozent. So geht er auch an dieses Thema heran, so wollen wir das auch sehen."


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