DTM

DTM, wie Rast seinen Crash erlebte: Plötzlich kein Dach mehr

Der DTM stockte auf dem Lausitzring der Atem. Wie René Rast seinen spektakulären Unfall im Samstagsrennen erlebte. Start am Sonntag wohl ausgeschlossen.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Audi erlebt am zweiten Rennwochenende der DTM-Saison 2018 auf dem Lausitzring ein schwieriges Wochenende. Nachdem es zunächst an Performance fehlte, begann das Samstagsrennen gleich mit einer Startkollision zwischen Jamie Green und Nico Müller. Wenige Runden später kam es für die Ingolstädter aber noch dicker, als René Rast nach einer Berührung mit Markenkollege Loic Duval spektakulär abflog.

Ein in der DTM eigentlich alltäglicher Kontakt hatte für den amtierenden Meister schwerwiegende Folgen. "Ich war in Turn 8 außen und habe von innen eine leichte Berührung bekommen", beschrieb Rast am Sat.1-Mikrofon die Situation in der siebten Runde gleich nach dem Re-Start. "Ich habe dann das Auto verloren, bin quer ins Gras gerutscht und das Auto hat sich dort eingehängt und ganz von alleine überschlagen."

Die Fernsehbilder ließen zunächst Schlimmes befürchten, als Rasts Audi RS5 mit vollständig zerstörtem Dach in der Wiese zu sehen war. Nach wenigen Sekunden gab der Unfallfahrer dann zum Glück selbst Entwarnung und streckte durch die Überrollstruktur seinen Daumen aus dem zerfetzten Fahrzeug. "Mir geht es erstaunlich gut", zeigte er sich selbst etwas überrascht, dass er völlig unverletzt davonkam.

DTM, Lausitzring 2018: Horror-Unfall von Audi-Pilot René Rast: (01:07 Min.)

DTM-Chef Gerhard Berger erleichtert: Unser Chassis ist extrem sicher

"Ich habe während des Unfalls gemerkt, dass etwas nicht stimmte. Aber ich bin relativ weich gelandet und habe gar keine Schmerzen gespürt, als ich ausgestiegen bin." Einzig sein Gesicht lieferte einen Hinweis auf die Schwere des Unfalls, als Rast vor die TV-Kameras trat. "Nach der ersten Sekunde als sich der Staub gelegt hatte, sah ich, dass ich kein Dach mehr hatte und die Scheibe weg war. Der Staub ist ins Auto gekommen und ich konnte mich jetzt noch nicht sauber machen. Deshalb sehe ich etwas mitgenommen aus."

Der 31-Jährige musste lediglich zur Sicherheit zum Röntgen kurz ins Medical Center, bekam von den Ärzten aber schnell grünes Licht. "Mir tut jetzt nur der Ellenbogen ein bisschen weh, aber ich bin glücklich, dass sonst nichts passiert ist. An der Wirbelsäule und am Nacken spüre ich gar nichts", so Rast erleichtert. "Das Auto ist sehr, sehr sicher, wie man gesehen hat."

Etwas, über das sich vor allem DTM-Chef Gerhard Berger freute. "Es gibt im Rennsport immer wieder Unfälle, das gehört dazu. Wichtig ist für uns, dass die Fahrer alle aussteigen und unverletzt sind. Unser Chassis ist extrem sicher. Wir wissen das und deshalb gehen solche Unfälle hier glimpflich aus. Letztes Jahr haben wir es bei Gary Paffett gesehen, jetzt bei Jamie Green und René Rast", so der Österreicher im Livestream von ran.de

DTM-Pilot René Rast war von seinem spektakulären Unfall auf dem Lausitzring sichtlich gezeichnet - Foto: Screenshot/YouTube(DTM)

Rast sieht für Sonntag schwarz: Unfallauto bekommen wir nicht repariert

"Das sportliche Ergebnis steht für uns heute im Hintergrund. "Wichtig ist, dass unseren Fahrern bei den beiden Unfällen nichts passiert ist. Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie hoch das Sicherheitsniveau in der DTM ist und wie sicher der Audi RS 5 DTM ist", so Audi-Motorsportchef Dieter Gass. "Unsere Teams haben nun sehr viel Arbeit, damit morgen beim zweiten Rennen wieder möglichst viele unserer Autos an den Start gehen können."

Was das angeht hatte Rast unmittelbar nach seinem Unfall allerdings wenig Hoffnung. "Ich denke, für mich wird es das gewesen sein für dieses Wochenende. Ich glaube nicht, dass wir das Auto bis morgen wieder hinbekommen", so der Mindener. "Das Ergebnis im Qualifying war schon nicht vielversprechend und dann gleich vier Autos durch Unfälle zu verlieren, das braucht kein Mensch."


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