DTM

Drei Fahrer unter den ersten Vier - Zandvoort: Mercedes schlägt eindrucksvoll zurück

Der Norisring ist abgehakt, Mercedes ist wieder da. Und wie! Im ersten Rennen in Zandvoort zeigten die Stuttgarter ihre Stärke.
von Chris Lugert

Motorsport-Magazin.com - Nicht nur für Robert Wickens war der Sieg in Zandvoort eine große Genugtuung nach dem glücklosen Wochenende am Norisring. Das gesamte Mercedes-Team durfte kollektiv durchatmen. Von der ersten Trainingssession an präsentierten sich die Stuttgarter an der Nordseeküste stark, drei Fahrer unter den besten Vier im Rennen untermauerten die gute Form von Mercedes.

Nach diesem Rennen habe ich ein besonders breites Grinsen im Gesicht.
Robert Wickens

Dabei kehrten sich die Vorzeichen gegenüber den vergangenen Jahren um. Am Norisring war Mercedes nicht zu schlagen, in Zandvoort dagegen lief es eher bescheiden. Der letzte Sieg datierte aus dem Jahr 2010 - ehe Wickens nun zuschlug. "Nach diesem Rennen habe ich ein besonders breites Grinsen im Gesicht. In der Vergangenheit hatte ich hier nicht besonders viel Glück. Aber das gesamte Team hat großartige Arbeit geleistet und gemeinsam haben wir meinen ersten Saisonsieg eingefahren", freute sich Wickens nach dem Rennen.

Robert Wickens feierte seinen ersten Saisonsieg - Foto: DTM

Auch Vietoris meldet sich zurück

"Wir wussten, dass diese Strecke schwierig für uns werden würde. Deshalb haben wir viel harte Arbeit hineingesteckt und das hat sich jetzt ausgezahlt", erklärt er, warum es für Mercedes so gut lief. Die Tatsache, dass mit Christian Vietoris auch der zweite Fahrer, der in Nürnberg von Mattias Ekström abgeschossen wurde, auf das Podest kam, machte die Sache rund. "Auf diesen Podestplatz habe ich lange gewartet. Ich war schon am Lausitzring und am Norisring stark. Jetzt bin ich froh, dass wir die gute Startposition hier in Punkte umsetzen konnten", strahlte Vietoris.

Während sich Vietoris mit den 15 gewonnen Punkten auf Rang zehn in der Meisterschaft schob, meldete sich Wickens wieder an der Spitze zurück. Als Führender an den Norisring gereist, fiel er nach den zwei punktelosen Rennen auf Rang sechs zurück. Nun ist der Kanadier - auch dank Fehler der Konkurrenz - wieder Zweiter. Zehn Punkte liegt er nun noch hinter Marco Wittmann.

Di Resta das Mercedes-Sorgenkind

Paul Di Resta verlor in Zandvoort an Boden - Foto: DTM

Des einen Freud, ist aber auch des anderen Leid. Und dieses Leid findet man überraschenderweise auch bei Mercedes selbst. Paul Di Resta blieb nach Platz 15 ohne Punkte und rutschte in der Meisterschaft auf Platz fünf ab. Von den Top 6 in der Gesamtwertung ging nur Edoardo Mortara ebenfalls leer aus. "Das war natürlich nicht der erste Renntag, den ich mir hier erwartet habe. Wir müssen bis morgen analysieren, woran es gelegen hat. Dem Tag heute kann ich nichts Positives abgewinnen", so ein frustrierter Di Resta.

Lob für Ocon und Juncadella

Das gute Gefühl überwog jedoch, daher gab es auch Lob von oberster Stelle. "Ein souveräner Start-/Ziel-Sieg von Robert und eine starke Mannschaftsleistung mit fünf Mercedes-AMG C 63 in den Top-10. So wünscht man sich das natürlich", zog Teamchef Ulrich Fritz ein positives Resümee. Nette Worte hatte er auch für Esteban Ocon und Daniel Juncadella übrig, die bislang eine schwierige Saison erlebten, in Zandvoort aber erstmals in dieser Saison in die Punkte fuhren. "Das haben sich beide wirklich verdient. Zudem gibt so etwas immer Auftrieb für die kommenden Rennen", glaubt Fritz. Durch die Ergebnisse der beiden hat nun jeder Fahrer in dieser Saison gepunktet.


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