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DTM

Performance-Gewichte werden nach Qualifying verteilt - Neues Reglement: BMW darf aufholen

Vor dem Saisonstart 2016 präsentiert die DTM-Kommission ein neues Reglement. Es soll für mehr Spannung sorgen und den Fahrer in den Mittelpunkt stellen.
von Annika Kläsener

Motorsport-Magazin.com - Die DTM erhält für die Saison 2016 einige Neuerungen im Reglement, die für ein ausgeglichenes Feld und damit mehr Spannung sorgen sollen. BMW bekommt praktisch einen Joker, um den Performancerückstand auf Mercedes und Audi gutzumachen. So darf der M4 DTM 7,5 Kilogramm leichter sein als die Konkurrenz (Mindestgewicht: 1112,5 Kilogramm) und mit einem 50 Millimeter breiteren Heckflügel an den Start gehen.

Die DTM-Kommission gab mit diesen Maßnahmen einem Antrag aller Hersteller nach, die den Rückstand von BMW ausgleichen wollen. Dieser ist konstruktionsbedingt und aufgrund der Homologation nicht durch eine technische Weiterentwicklung wettzumachen, stellte die Kommission fest.

Weitere Änderungen im Reglement für 2016 sollen den Fahrer wieder mehr in den Mittelpunkt stellen. Zum einen wird die Nutzung des DRS durch eine Begrenzung der Aktivierungen angepasst. Dadurch, dass die Fahrer das System nicht mehr unbegrenzt oft verwenden dürfen, soll verhindert werden, dass es zur Verbesserung der Rundenzeit genutzt wird. Stattdessen soll es nun mehr Überholmanöver geben.

Auch beim Streitthema Performance-Gewichte gibt es Neuerungen und zwar was den Zeitpunkt der Bestimmung angeht. Künftig wird nach dem Qualifying über die Verteilung entschieden und nicht basierend auf dem Ergebnis des letzten Rennens. Die Autos sollen so für das folgende Rennen bezogen auf das Leistungsniveau näher zusammenliegen.

Die Entscheidungen trafen Hersteller, ITR und DMSB gemeinsam. Die DTM-Kommission segnete sie am Donnerstag in München ab.


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