Tag vier ist vorbei und damit haben auch die letzten Testfahrten vor dem Saisonstart auf dem Hockenheimring ein Ende gefunden. Der Freitag begann mit einem Kracher: Die Performance-Gewicht-Regelung wurde für die kommende Saison feinjustiert. Demnach wird das Gewichtshandicap nicht mehr nach den Platzierungen aus dem vorherigen Rennen bestimmt, sondern nach dem Qualifying ins Auto geschraubt. Doch auch auf der Strecke gab es einen Kracher: Spektakulär flog Audi-Pilot Timo Scheider im Motodrom ab und landete im Kiesbett.

Doch die eigentlichen Highlights spielten sich einmal mehr auf der Strecke ab. Die Wochenbestzeit von Mattias Ekström vom Donnerstag wurde am letzten Testtag allerdings nicht mehr getoppt. Der Schwede war einer der Piloten, denen die Ehre zuteilwurde, verschiedenen Konstruktionen und Mischungen des 2017er Hankook-Reifens zu testen. Dabei scheinen die Piloten auf den weichen Reifen besonders viel Grip zu haben.

Timo Scheider flog am Nachmittag im Motodrom ab -, Foto: Motorsport-Magazin.com
Timo Scheider flog am Nachmittag im Motodrom ab -, Foto: Motorsport-Magazin.com

Audi-Phalanx am Freitag in Front

Und erneut war es ein Audi-Pilot, der die Bestzeit am Freitag erzielen konnte. Mike Rockenfeller setzte sich mit einer Zeit von 1:33.197 Minuten knapp vor seineMarkenkollegen Edoardo Mortara (+0,025 Sekunden) und Mattias Ekström (+0,204 Sekunden). Mit Ausnahme von Mercedes-Pilot Gary Paffett erzielten alle Fahrer, die an beiden Sessions teilgenommen haben, ihre Bestzeiten am Vormittag. Timo Scheider, Daniel Juncadella und Bruno Spengler waren nur am Nachmittag auf der Strecke.

Mercedes-Pilot Robert Wickens fuhr mit 1:33.458 die viertschnellste Zeit des Tages. "Ein gemischter Tag für mich", so der Kanadier. "Der Nachmittag war sehr produktiv, leider konnten wir am Vormittag nicht so viel fahren. Nach der Mittagspause konnten wir jedoch viel von unserem Programm absolvieren und unsere Pace sieht gut aus." Weniger zufrieden war Markenkollege Christian Vietoris, der erneut im unteren Drittel des Zeitentableaus rangierte. "Es war ein schwieriger Tag. Ich konnte am Vormittag wegen eines technischen Problems nicht so viele Runden fahren. Am Nachmittag konnte ich dafür mehr fahren", lautete die einfache, aber zutreffende Einschätzung des Deutschen.

Tagesschnellster Mike Rockenfeller war zufrieden mit der Testwoche. "Wir hatten einiges auf der Agenda, eine große Menge davon konnten wir abarbeiten. Das wird uns für diese Saison helfen", so der Deutsche. Auch Mattias Ekström ist von der Aussagekraft des Tests beeindruckt. "Ich bin sehr viele Runden gefahren und wir haben viel gelernt - nicht nur Dinge, die einen schneller machen", so der Audi-Pilot. "Wir haben auch ein paar Dinge ausprobiert, von denen wir nun wissen, dass wir sie nicht mehr versuchen müssen."

Nachdem Maximilian Götz bereits am Donnerstag als Rundenkönig abdanken musste, hat am Freitag nun Glock mit sagenhaften 146 Runden die Krone an sich gerissen. Auch Audi-Pilot Edoardo Mortara war überaus fleißig und musste sich in der Rundentabelle mit 139 Umläufen nur knapp geschlagen geben. Unter den Herstellern waren die BMW-Fahrer mit 604 Runden die fleißigsten, gefolgt von Audi (528 Umläufe) und Mercedes (437 Runden).

Die Zeiten

1. Mike Rockenfeller, Audi, 1:33.197 Minuten (113 Runden)
2. Edoardo Mortara, Audi, 1:33.222 (139 Runden)
3. Mattias Ekström, Audi, 1:33.401 (102 Runden)
4. Robert Wickens, Mercedes, 1:33.458 (97 Runden)
5. Jamie Green, Audi, 1:33.539 (83 Runden)
6. Antonio Felix da Costa, BMW, 1:33.583 (119 Runden)
7. Tom Bomqvist, BMW, 1:33.604 (117 Runden)
8. Paul Di Resta, Mercedes, 1:33.615 (128 Runden)
9. Augusto Farfus, BMW, 1:33.625 (120 Runden)
10. Timo Scheider, Audi, 1:33.709 (91 Runden)
11. Timo Glock, BMW, 1:33.815 (146 Runden)
12. Gary Paffett, Mercedes, 1:33.857 (57 Runden)
13. Daniel Juncadella, Mercedes, 1:34.353 (114 Runden)
14. Christian Vietoris, Mercedes, 1:34.452(41 Runden)
15. Bruno Spengler, BMW, 1:35.083 (102)