DTM / Interview

Das Beste gegeben - Ekström: Sechs Punkte können Gold wert sein

Mit einer Aufholjagd vom 16. Startplatz mitten in die Punkte hat Mattias Ekström die DTM-Fans in Zandvoort begeistert. Der Audi-Fahrer im Kurzinterview.

Motorsport-Magazin.com - Sie haben in Zandvoort viermal gewonnen, darunter war auch Ihr erster DTM-Sieg überhaupt. Können Sie sich über einen siebten Platz überhaupt freuen?
Mattias Ekström: Normalerweise nicht, aber heute schon. Ich habe mein Bestes gegeben, im Laufe des Rennens neun Plätze gutgemacht und dabei einige tolle Zweikämpfe gehabt. Sechs Punkte klingen vielleicht auf den ersten Blick nicht viel, können aber in ein paar Monaten Gold wert sein. Zandvoort birgt mit seinen engen Kurven und vielen Zweikämpfen immer ein hohes Risiko. Wenn man sieht, dass drei Piloten aus den Top Fünf der Meisterschaft das ganze Wochenende ohne Punkte geblieben sind, dürfen wir ausnahmsweise ein kleines bisschen zufrieden sein.

Sechs Punkte klingen vielleicht auf den ersten Blick nicht viel, können aber in ein paar Monaten Gold wert sein
Mattias Ekström

Was erwarten Sie für das Wochenende in Spielberg in drei Wochen?
Mattias Ekström: Für mich ist das Wochenende in Spielberg ein Heimspiel, denn ich habe neben den Rennen auch schon viele Events dort besucht. Ich mag die Strecke sehr. Ein Manko am Sonntag in Zandvoort war das Qualifying, was vielleicht auch daran lag, dass ich wegen eines kleinen Defekts das ganze Warm-up zur Vorbereitung verpasst habe. Wir werden uns noch mehr darauf konzentrieren, für beide Rennen eine optimale Startposition herauszufahren. Dann zwei harte, aber faire Rennen und maximale Punkte - das ist unser Plan.

Wie beurteilen Sie nach vier Wochenenden das neue DTM-Format mit zwei Rennen am Wochenende?
Mattias Ekström: Mein Wunsch war es schon immer, so viele Rennen wie möglich zu fahren. Jetzt sind es 18 pro Saison, was eine tolle Anzahl ist. Das neue Format bringt eine Menge Druck für alle Mechaniker, Ingenieure und Fahrer. Aber ich gebe zu: Sich am Samstagabend nach einem verkorksten Tag ins Bett zu legen und zu wissen, dass man schon am nächsten Tag eine neue Chance bekommt - das hat schon was!

Sie bestreiten nicht nur die DTM, sondern mit Ihrem eigenen Team auch die Rallycross-WM. Wie gelingt Ihnen der Wechsel zwischen beiden Welten?
Mattias Ekström: Für mich sind die Rallycross-Rennen aktive Erholung. Ich habe eine Menge Spaß, genieße den sportlichen Wettkampf und die Zusammenarbeit im Team und behalte gleichzeitig meine Angriffslust. Natürlich gibt so ein Sieg wie am vergangenen Wochenende in Schweden auch zusätzliche Motivation, allein schon durch die gute Laune. Ich bin in meiner Karriere schon viele andere Autos gefahren und habe noch nie eine lange Umgewöhnungszeit gebraucht.


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