Mick Schumacher hat beim letzten Rennen der IndyCar-Saison 2026 in Laguna Seca den möglichen Gewinn des Rookie-Titels als bester Neueinsteiger verpasst. Der 27-Jährige erzielte den 22. Platz bei seinem letzten Einsatz für das Team RLL. Schumacher wechselt 2027 für seine zweite Saison in der US-Formelserie zu Meyer Shank Racing und folgt dort auf Indy-500-Sieger Felix Rosenqvist. Der letzte Sieg des Jahres ging an Pole-Setter Scott McLaughlin (Penske).

Schumacher durfte sich kurz nach dem Start um 21:05 Uhr deutscher Zeit gute Chancen ausrechnen, seine Debütsaison als bester Serienneuling abzuschließen. Sein ärgster Rookie-Rivale Dennis Hauger fiel schon in der ersten Runde nach einer unverschuldeten Kollision mit Sting Ray Robb ("Der Kerl hat für einen kurzen Moment wohl die Augen geschlossen!") aus.

Offiziell! Mick Schumacher bekommt 2027 das Indy-500-Siegercockpit (07:01 Min.)

Mick Schumacher verpasst IndyCar-Rookie-Titel

Schumacher wäre mit dem achten Platz im Rennen in der Gesamtwertung an Hauger vorbeigezogen, kam mit seiner Vier-Stopp-Strategie vom 13. Startplatz aber nicht entscheidend nach vorne. Damit schloss der Ex-Formel-1- und WEC-Pilot seine erste Saison auf dem 23. Gesamtplatz ab und verpasste knapp den Einzug in den 'Leaders Circle' (Top-22 in der Meisterschaft), für den die Teams ein zusätzliches Preisgeld von 1,7 Millionen Dollar erhalten.

Schumacher schwamm während der Startphase im Mittelfeld mit und bog in der 18. Runde von P12 zu seinem ersten Boxenstopp ab. Mit Soft-Reifen überholte er erfahrene Piloten wie Marcus Ericsson sowie Pato O'Ward und legte seinen zweiten Stopp auf P9 liegend im 34. Umlauf ein.

Mick Schumacher bei den IndyCars
Mick Schumacher bei seinem letzten Rennen für RLL in Laguna Seca, Foto: IndyCar/Travis Hinkle

15 Runden später folgte Schumachers dritter Boxenstopp auf einen weiteren Satz Soft-Reifen, wodurch er im hinteren Feld blieb. Schumacher legte seinen vierten und letzten Reifenwechsel in Runde 70 ein und kehrte als 23. zurück auf die Strecke. Am Ende der 95 Runden belegte Mick den 22. Platz, während seine Noch-Teamkollegen Louis Foster und Graham Rahal auf den Positionen 14 sowie 19 landeten.

Schumachers Strategie zahlt sich nicht aus in Laguna Seca

Für Schumacher ging die Vier-Stopp-Strategie im Feld der Drei-Stopper ebenso wenig auf wie für Alex Palou, der vom zweiten Startplatz zum achten Platz fuhr. Der Spanier konnte sich den Ausrutscher allerdings leisten, hatte er den Titel bereits am vergangenen Wochenende in Milwaukee vorzeitig eingetütet. Der Chip-Ganassi-Pilot errang seine fünfte Meisterschaft innerhalb von nur sechs Jahren und setzte seine wahnsinnige Erfolgsgeschichte fort.

Hinter Palou sicherte sich Kyle Kirkwood mit 1,3 Sekunden Rückstand mit dem zweiten Platz im letzten Moment den Vize-Titel. Der Andretti-Pilot profitierte von einem guten Start und lag schon nach den ersten Runden an dritter Stelle. Nachdem Palou während seines zweiten Stints mit gebrauchten Soft-Reifen in Schwierigkeiten geriet, war der Weg frei für Kirkwood hinter dem dominanten Start-Ziel-Sieger McLaughlin. Ed-Carpenter-Pilot Alexander Rossi, von P4 gestartet, sorgte mit dem dritten Platz auf dem Podium für die Überraschung des Wochenendes.

IndyCars verabschieden sich in sechsmonatige Winterpause

Felix Rosenqvist, David Malukas und Christian Lundgaard beendeten das größtenteils unspektakuläre, durch eine einzelne Caution-Phase (Hauger-Robb-Kollision) unterbrochene Rennen auf den Plätzen vier, fünf und sechs. Schumachers baldiger Teamkollege Marcus Armstrong und Palou komplettierten die Top-8 beim 18. Rennen des Jahres.

Die IndyCars verabschieden sich nach dem Finale in Laguna Seca in eine sechsmonatige Winterpause. Der Auftakt zur Saison 2027 steigt am 07. März mit einem Stadtkursrennen in St. Petersburg, Florida.

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