DTM

Ganz vorne oder ganz hinten - Rockenfeller: Alles war möglich

Mike Rockenfeller wusste schon vor dem Qualifying, dass es möglich ist. Am Ende reichte es zunächst für Startplatz zwei, später für die Pole.
von Fabian Schneider

Motorsport-Magazin.com - In Brands Hatch kam Mike Rockenfeller schon immer gut zurecht. Immerhin holte er auf der kürzesten Strecke im DTM-Rennkalender bereits 2011 die Pole Position, im Qualifying reichte es hinter dem damaligen Sieger Martin Tomczyk für den zweiten Platz. "Heute Vormittag habe ich angesichts der knappen Zeitabstände noch gesagt, dass alles möglich ist: die erste oder die letzte Startreihe", sagte ein erleichterter Rockenfeller nach dem Zeittraining. "Zum Glück ist es Reihe eins geworden - das ist gut."

Auf Tomczyk fehlten dem Audi-Mann am Ende nur 0,035 Sekunden, so eng wie in Brands Hatch geht es selten zu. "Natürlich hätte ich gerne auf der Pole gestanden, aber ich werde versuchen, das morgen umzudrehen, den Start zu gewinnen und auch das Rennen als Erster zu beenden", so Rockenfeller, bevor er von der Disqualifikation von Martin Tomczyk wusste.

Auch der Teamkollege in den Top-10

Sehr positiv empfand Rockenfeller die Teamleistung, denn auch Miguel Molina schaffte es unter die besten Zehn. "Für morgen können wir zuversichtlich sein", ist sich Rockenfeller sicher. "Mit den Reifen wird es besonders interessant, wir müssen aber auch auf das Wetter schauen. Strategie und Boxenstopps müssen passen. Wir sind zurück und hoffen, dass wir so weitermachen können."

Vom Kräfteverhältnis konnte sich Rockenfeller bereits einen guten Eindruck verschaffen: "BMW schaut am stärksten aus, das ist nichts Neues. Heute kam es auch auf ein paar Kleinigkeiten an, wie etwa das Setup und was für Wetter man erwartet. Auf anderen Strecken wird es auch anders aussehen, aber heute bin ich froh vorne dabei zu sein."

Zufrieden zeigte sich auch Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi: "Es war ein typisches Brands-Hatch-Qualifying mit extrem knappen Zeitabständen. Mike war heute von Anfang an sehr stark." Noch glücklicher wäre man wohl nur, wenn es wie in Hockenheim für die Pole gereicht hätte. Aber insgesamt sind wir mit vier unserer Autos in den ersten fünf Startreihen nicht unzufrieden. Morgen erwartet uns ein langes Rennen mit 98 Runden, bei dem alles möglich ist." Nach der Disqualifikation Tomczyk dürfte Gass und seine Mannschaft also 'noch glücklicher' sein.


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