Dirk Werner beendete das Rennen in Brands Hatch auf Platz 16. Kein spektakuläres Resultat für den DTM-Rookie, doch immerhin arbeitete er sich im Verlauf der 98 Runden vom 19. Startplatz vor. Dabei hatte seine Rennpremiere in Brands Hatch gar nicht gut begonnen, denn schnell wurde er noch weiter nach hinten durchgereicht. "Der Start ging total in die Hose", gibt Werner bei Motorsport-Magazin.com zu. "Das hing auch damit zusammen, dass die Startampel sehr lange auf Rot stand, bevor sie ausging. Dadurch wurde das ganze Startprozedere schwieriger, weil die Kupplung ganz anders reagiert."

Nach dem verpatzten Start ging es wieder leicht vorwärts, auch wenn sich die Mercedes-Konkurrenz in den Weg stellte. "Ich hatte Susie Wolff vor mir und ich schaffte es zunächst nicht, sie zu überholen. Mein Rennspeed war gut, ihrer aber auch. Allerdings hatte mein Team eine gute Strategie für die Stopps parat und so konnte ich oft ohne Verkehr fahren." Dass Werner in seinem dritten Rennen nur um die goldene Ananas fuhr, ist ihm durchaus bewusst. Trotzdem nimmt er Positives mit zum nächsten Lauf in Spielberg.

"Ich weiß, dass es hier schwierig ist, von hinten weit nach vorn zu fahren", so Werner. "Ich konnte aber weitere, wichtige Erfahrungen sammeln, die Strecke kennen lernen und auch das Auto besser verstehen. Gerade in diesem Stadium, in dem wir DTM-Rookies uns derzeit befinden, ist es wichtig, komplette Renndistanzen abzuspulen." Deshalb verzichtete Werner auch auf hartes Racing, als es um Platz 15 ging und ließ David Coulthard stattdessen passieren.

"David stoppte viel später als ich und hatte deshalb wesentlich bessere Reifen", sagt Werner. "Ich hielt auch nicht allzu sehr dagegen, weil ich im Kampf um Platz 15 nicht mein Auto kaputt machen wollte."