DTM

Zu viel Risiko - Scheider: Desaströses Ergebnis

Timo Scheider landet im Qualifying in Brands Hatch nur auf Platz 15. Ein Fahrfehler kostet eine bessere Platzierung, verrät er bei Motorsport-Magazin.com.
von Frederik Hackbarth & Olaf Mehlhose

Motorsport-Magazin.com - Für Timo Scheider war das Qualifying in Brands hatch das reinste Fiasko. Den zweimaligen DTM-Champion ereilte in bereits in Q2 das aus, das morgige Rennen nimmt der Audi-Pilot von Startplatz 15 in Angriff. Neben einem nicht optimal abgestimmten Auto machte er dafür auch eigene Fehler verantwortlich. Entmutigen ließ sich Scheider von dem Resultat allerdings nicht.

Mich nervt es unheimlich, auf Platz 15 zu stehen.
Timo Scheider

"Das ist natürlich ein desaströses Ergebnis", sagte der Abt-Pilot bei Motorsport-Magazin.com. "Gerade auf so einer engen Strecke ist es ärgerlich, weil nicht alles perfekt gelaufen ist. Wir hadern im Moment ein wenig mit dem Auto. Ich habe aber auch einen Fehler gemacht. Ich habe in Turn 4 das Auto verloren und der Unterboden wurde beschädigt." Die Stimmung war bei Scheider dementsprechend gedrückt: "Mich nervt es unheimlich, auf Platz 15 zu stehen."

Zu dem Fehler sei es gekommen, weil das Auto im Moment nicht in der Lage sei, ganz vorne mitzufahren. "Wir schaffen es im Moment nicht, das Auto mit einer gewissen Lockerheit im Grenzbereich zu bewegen", erklärte Scheider. "Im Qualifying versuchst du dann natürlich alles rauszuquetschen, die Kurve hab ich mit zu viel Risiko genommen." Aufgeben werde er deshalb aber nicht, stellte der 33-Jährige klar. "Was Entwicklung und Teile betrifft, sind wir vom Reglement leider ein bisschen eingeschränkt, aber wer mich kennt, weiß, dass ich alles versuchen werde."

Ich hoffe auf einen Regentanz.
Timo Scheider

Auch fürs Rennen rechnet sich Scheider noch etwas aus, insbesondere Regen wäre ganz nach dem Geschmack des Audi-Fahrers. "Überholen wird morgen schwierig. Im Moment hoffe ich auf einen Regentanz, weil dadurch etwas Unvorhergesehenes passieren könnte", sagte er. Unmöglich sei es jedenfalls nicht, von einem hinteren Startplatz noch nach vorne zu fahren, betonte Scheider. "Morgen greifen wir an, ich bin ja in die Geschichtsbücher eingegangen, mit einem Rennen, dass ich von Platz 15 aus noch mit zehn Sekunden Vorsprung gewonnen habe. Wer weiß, was morgen möglich ist."


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