Ralf Schumacher, der im vierten Jahr in der DTM nun endlich an der Spitze angekommen scheint, konnte seinen Mercedes auch im Qualifying in Spielberg auf die dritte Position setzen. Dies gelang dem Wahlösterreicher bereits in Hockenheim. Doch er war nicht ganz zufrieden. "Ich glaube, ich hätte Zweiter werden können, aber meine Runde war nicht ganz sauber", ärgerte sich Schumacher im Anschluss.

Wohlfühlfaktor war entscheidend

Doch auch er erkannte, dass die Bedingungen generell, für jeden Fahrer, schwer zu beherrschen waren. "Man konnte sehr viel gut, aber auch viel schlecht machen. Es kam sehr auf den Wohlfühlfaktor im Auto an", verriet Schumacher. "Wir haben es sehr gut getroffen, auch wenn der eine oder andere Audi schneller war."

Als zu Beginn von Q2 die Session durch die rote Flagge abgebrochen wurde, war der Deutsche froh. "Ich habe darum gebeten, da ich der Meinung war, dass es in diesem Moment wirklich zu gefährlich war", so Schumacher. Vor allem dachte er dabei an die Gerade nach der ersten Kurve, die mit sehr hohen Geschwindigkeiten gefahren wird. "Das ist sehr gefährlich", erklärte der ehemalige Formel-1-Pilot, der schon mehrfach in Spielberg Rennen gefahren ist.

Alle Möglichkeiten offen

Doch wenngleich in Schumachers Augen Platz zwei möglich gewesen wäre, sieht er auch auf dem dritten Rang noch gute Chancen. "Ich denke, das Auto war heute in der Lage mehr zu leisten, aber wir stehen morgen auf Platz drei, was uns alle Möglichkeiten offen hält. Wir waren in den Longsruns hier sehr stark aber wir müssen abwarten", zeigte sich der Deutsche vorsichtig optimistisch. Wichtig sei aber vor allem, am Start durch die ersten zwei Kurven zu kommen. "Das war in der Formel 1 auch immer schwierig", erinnerte sich Schumacher.