Martin Tomczyk holte auf dem Red Bull Ring die erste Audi-Pole der Saison 2011. Und das, obwohl der Bayer seit dieser Saison einen Jahreswagen pilotiert. Doch das macht für ihn keinen Unterschied. "Wenn du auf Pole fährst, dann ist es egal in welchem Auto", erklärte er nach der Qualifikation. "Alles musste zusammenpassen für eine gute Runde, und das war der Fall."
Pole war das Ziel
Bereits im freien Training beherrschte Tomczyk die Konkurrenz und setzte die schnellste Zeit. Deshalb war die Aufgabenstellung klar: "Letztendlich ist es perfekt auf Pole zu stehen. Das war unser Ziel, da es schon das ganze Wochenende sehr gut aussah."
Doch die Qualifikation begann für den Deutschen turbulent. "Zu Beginn bin ich, wie die meisten, auf Sliks rausgefahren. Ich habe eine Runde beendet und es war recht rutschig. Deshalb war ich richtig kurz vor einer Wandberührung, da kein Grip vorhanden war", verriet Tomczyk. Doch auch einer der dienstältesten Piloten zeigte sich von einem derartigen Chaos noch beeindruckt.
"Wir hatten alles im Qualifying. Regen, eine rote Flagge und Aquaplaning. Du musstest draußen sein, wenn es gut zu Fahrern ging", schilderte der Rosenheimer. "Du musstest aufpassen, die Regenreifen nicht zu heiß werden zu lassen und nicht zu viel Druck auf den Hinterreifen zu haben und du musstest draußen sein, wenn die Möglichkeit für eine gute Runde gegeben ist", schilderte er die komplizierten Vorgänge.
Fast Endstation Q3
Erst kurz vor Ende der dritten Session erzielte Tomczyk seine Zeit von 1:38.418 Minuten, die ihm den Sprung auf Platz zwei ermöglichte. Schon im ersten Sektor knalle der Audi-Pilot dann eine Zeit auf die Strecke, die beinahe eine halbe Sekunde schneller war, als die des bis dato Führenden Oliver Jarvis. Diese Zeit reichte schließlich auch zur Pole Position.
Doch ob er seine Pole Position am Sonntag auch in einen Sieg umwandeln kann, und damit der erste Jahreswagen-Pilot wäre, der die Tabellenführung in der Meisterschaft übernimmt, kann Tomczyk jetzt noch nicht sagen. "Falls es morgen wieder ähnlich ist, wird es nicht einfach", prognostizierte er.
Alles wie gewünscht
Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich war aber nicht überrascht, dass ein Jahreswagen auf der Eins steht. "Wir wussten, wie eng wir die Jahrgänge zusammengebracht haben. Zudem bin ich überzeugt davon, was in Martin steckt", lobte Ullrich seinen Piloten, der erst in diesem Jahr in ein älteres Audi-Modell gesteckt wurde. Doch der Sportchef sieht sich bestätigt. "Er brauchte ein neues Umfeld, in dem er diese Position bekam. Er hat aus dieser Chance etwas gemacht", fügte Ullrich noch hinzu. "So wie es im Moment läuft, habe ich es mir gewünscht."

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