Platz 16 beim Qualifying in Zandvoort - damit hatte Mattias Ekström garantiert nicht gerechnet. Erst kurz vor Ablauf von Q1 ging der Audi-Pilot auf die Strecke und fand sich prompt auf P16 wieder. "Ich konnte nur zwei Runden fahren, das wars", erklärte Ekström gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Ich hätte vielleicht noch eine Zehntelsekunde herauspressen können, aber ansonsten bin ich fehlerfrei gefahren."
Wo genau das Problem an der Misere liegt, scheint noch nicht klar. Die Daten müssten nun überprüft werden, damit sicher gestellt ist, dass die Autos entsprechend der Planungen auf der Strecke performen, erklärte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich. Klingt nach der ein oder anderen schlaflosen Nacht im Fahrerlager, bevor am Sonntag das Rennen auf dem Programm steht.
Ekström hielt sich bei der Fehlersuche eher bedeckt. "Meine Grundphilosophie lautet: Wenn man ein Meisterschaftskandidat ist, muss man Q1 immer schaffen", so der ehemalige Champion. "Wir sollten so gut sein, dass wir nicht mehr danach schauen müssen. Das ist mein Wunsch und auch der des Teams." Eine Analyse der Ereignisse müsse nun folgen, um das Problem zu verstehen. "Ich denke, das haben wir. Jetzt müssen wir es nur noch entsprechend umsetzen", fügte er an.
Während die einhellige Meinung lautet, dass Überholmanöver in Zandvoort sehr schwierig sind, schwamm Ekström völlig gegen den Strom. "Wenn es eine Strecke gibt, wo man überholen kann, dann ist es hier", verblüffte er mit seiner Aussage. Ein schnelles Auto sei die Voraussetzung dafür.
Doch Ekström wollte nicht träumen angesichts seines 16. Startplatzes. "Realistisch gesehen: Wenn alle normal fahren und ankommen, ist es sehr schwer, Punkte zu holen", so der 32-Jährige. Hilfe von oben würde allerdings nicht schaden. Auf die Frage, ob sich Ekström für den Rennsonntag einen kräftigen Regen wünscht, antwortete er: "Wenn man hinten startet, hofft man auf viel Karambolage. Regen würde da schon helfen..."

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