Wenn Gary Paffett in den vergangenen beiden Jahren in Zandvoort nach vorn geblickt hat, sah er meist nur den Asphalt. Der Brite gewann die Rennen in den vergangenen beiden Jahren und peilt für 2011 den Niederlande-Hattrick an. Doch diesmal sieht der Mercedes-Pilot mehr als nur Straßenbelag - direkt vor sich versperren die beiden Audi-Piloten Martin Tomczyk und Mike Rockenfeller auf die erste Startreihe mit Bruno Spengler und Jamie Green.
"Trotzdem ist der Hattrick möglich", meinte Paffett gegenüber Motorsport-Magazin.com - und fügte mit einem verschmitzten Lächeln hinzu: "Das Rennen war ja noch nicht." Um den dritten Zandvoort-Sieg in Folge einzufahren, muss Paffett also mindestens vier Rivalen passieren - gerade in Zandvoort eine schwierige Herausforderung. "Das muss man nehmen, wie es kommt", blieb der 30-Jährige äußerlich gelassen. "Eine besondere Strategie für den Start habe ich nicht, denn jeder ist unterschiedlich."
Auch für das Rennen selbst habe sich das Team keine bestimmte Taktik zugelegt. "So etwas ist schwer zu planen, bevor man startet. Man muss das Rennen einfach lesen", klärte Paffett auf. Regen könnte ihm in die Karten spielen auf dem Weg zum ersten Saisonsieg.
Paffett war offenbar nicht abgeneigt und gab an, dass die Vorhersage sogar Niederschlag auf dem Radar habe. "Generell bin ich im Regen gut unterwegs und war in der Vergangenheit konkurrenzfähig", so Paffett. Es glaubt, keinen Nachteil dadurch zu haben, wollte aufgrund der potentiellen Unvorhersehbarkeit des Rennens aber keine Prognose abgeben.

Vielmehr überlegte er, warum beim Qualifying keine bessere Platzierung heraus sprang. Eine patente Lösung hatte er zunächst allerdings nicht. "Das Auto war eigentlich gut und ich habe nicht viele Fehler gemacht. Vielleicht ein paar mehr, als in den vergangenen Jahren", vermutete er.
Er müsse sich nun die gesammelten Daten anschauen und prüfen, wo er Zeit liegen gelassen hat. Q1 sei laut eigener Aussage sehr gut gewesen, das zweite Qualifying-Segment in Ordnung. "Aber in Q3 konnte ich mich nicht verbessern, während alle anderen aufgeholt haben und schneller geworden sind", fügte Paffett an.

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